Warum der Kontext beim Bibellesen so wichtig ist: Sechs Beispiele aus dem Alten Testament

Man­che AT-Bibel­stel­len wir­ken ver­stö­rend, bru­tal oder gänz­lich unver­ständ­lich. Doch oft liegt das nicht am Text selbst, son­dern dar­an, dass wir ihn mit moder­nen Augen lesen und nicht in sei­nem ursprüng­li­chen Kon­text ver­ste­hen. In die­sem Arti­kel betrach­ten wir sechs AT-Bei­spie­le und sehen, wie sich ihre Bedeu­tung ver­än­dert, sobald man ihren kul­tu­rel­len und his­to­ri­schen Hin­ter­grund kennt.

Ist der historische Kontext biblischer Texte überhaupt wichtig?

Die Bibel ist doch für Men­schen in allen Zei­ten geschrie­ben – war­um soll­te es dann über­haupt wich­tig sein, den his­to­ri­schen Hin­ter­grund der bibli­schen Tex­te zu kennen?“

Man hört oft den Satz: „Die Bibel ist für uns geschrie­ben, aber nicht an uns.“ Was ist damit gemeint? Die bibli­schen Tex­te wur­den pri­mär von ihren Autoren für Men­schen ihrer jewei­li­gen Zeit geschrie­ben. Eini­ge Tex­te woll­ten das Volk war­nen und zur Umkehr rufen, ande­re soll­ten Trost und Hoff­nung in schwie­ri­gen Zei­ten geben. Sie rich­te­ten sich an Men­schen, die in einer Welt leb­ten, die kul­tu­rell, sozi­al und his­to­risch ganz anders war als unse­re heutige.

Die Autoren muss­ten so schrei­ben, dass ihre Zeit­ge­nos­sen sie ver­ste­hen konn­ten. Des­halb grif­fen sie Vor­stel­lun­gen und Denk­wei­sen ihrer Zeit auf und setz­ten vie­les still­schwei­gend vor­aus. Din­ge, die damals selbst­ver­ständ­lich waren, muss­ten nicht erklärt wer­den. Die ursprüng­li­chen Leser konn­ten die­se Lücken auto­ma­tisch füllen.

Wir dage­gen leben in einer völ­lig ande­ren Welt. Unse­re Denk­wei­sen, Erfah­run­gen und kul­tu­rel­len Annah­men unter­schei­den sich stark von denen der anti­ken Leser. Des­halb kann es pas­sie­ren, dass wir bibli­sche Tex­te durch moder­ne Augen lesen und dabei man­ches miss­ver­ste­hen oder nur teil­wei­se erfas­sen. Manch­mal ent­ste­hen sogar gefähr­li­che Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen, weil wir nicht erken­nen, wel­che Din­ge der Text still­schwei­gend voraussetzt.

Genau des­halb ist es so wich­tig, den kul­tu­rel­len und his­to­ri­schen Hin­ter­grund der Bibel zu ken­nen. Er hilft uns, die Welt der bibli­schen Autoren bes­ser zu ver­ste­hen und dadurch kla­rer zu sehen, was sie ver­mit­teln woll­ten. Wenn wir anti­ke Tex­te ein­fach durch moder­ne Augen lesen und ihren ursprüng­li­chen Kon­text igno­rie­ren, begeg­nen wir dem Text nicht mit dem Respekt, den er verdient.

Wenn wir die Bibel wirk­lich ernst neh­men, soll­ten wir auch danach fra­gen, was ihre Autoren in ihrer jewei­li­gen Zeit aus­drü­cken woll­ten und wie ihre ers­ten Leser sie ver­stan­den haben. Nur wenn wir die Tex­te in ihrem ursprüng­li­chen kul­tu­rel­len und his­to­ri­schen Kon­text lesen, kön­nen wir wirk­lich sagen, dass wir die Bibel ernst neh­men. Im Fol­gen­den möch­te ich das anhand von sechs kur­zen Bei­spie­len aus dem Alten Tes­ta­ment illustrieren.

Sechs AT-Texte, die man nur in ihrem Kontext richtig versteht

Genesis 1,26–28 – Das Ebenbild Gottes

Was bedeu­tet es, im Eben­bild Got­tes geschaf­fen zu sein? Ohne den kul­tu­rel­len Hin­ter­grund kann man hier viel hin­ein­in­ter­pre­tie­ren. Im Alten Ori­ent wur­den nur Köni­ge als Eben­bild Got­tes bezeich­net. Sie gal­ten als Got­tes Reprä­sen­tan­ten auf der Erde (Wen­ham 1987:30). Gene­sis 1 for­mu­liert daher eine radi­kal neue Idee für die dama­li­ge Zeit: Nicht nur Köni­ge, son­dern alle Men­schen sind nach Got­tes Bild geschaffen.

Im Eben­bild Got­tes geschaf­fen zu sein, ist Teil unse­rer Beru­fung und unse­res Auf­trags in die­ser Welt.

Der Trä­ger des Eben­bil­des hat Anteil an der Auto­ri­tät des Abge­bil­de­ten, und die Tat­sa­che, dass er das ‚Eben­bild Got­tes‘ ist, gab der Mensch­heit eine Form der Herr­schaft über die Welt als Got­tes Ver­tre­ter (Man­gum 2012:Gen 1,1–2:3).

Der Mensch, als Eben­bild Got­tes, erhält also die Auf­ga­be, als Got­tes Stell­ver­tre­ter über die Schöp­fung zu herr­schen (sie­he auch Psalm 8,6). Gott über­trägt der Menschheit

eine dele­gier­te Form von Got­tes eige­ner könig­li­cher Auto­ri­tät über die gesam­te Schöp­fung (Wright 2006a:426).

Der Auf­trag des Men­schen besteht daher dar­in, eine Welt auf­zu­bau­en und Kul­tu­ren zu schaf­fen, in denen

der Mensch als wah­res mensch­li­ches Wesen gemäß der mora­li­schen Ord­nung und der schöp­fe­ri­schen Absicht Got­tes leben kann (Peters 1984:140).

Genesis 15,17 – Wenn Gott allein durch die Tierhälften geht

In Gene­sis 15 schließt Gott einen Bund mit Abra­ham. Für moder­ne Leser wirkt die Sze­ne bizarr: Tie­re wer­den in zwei Hälf­ten geteilt und ein „rau­chen­der Ofen“ und eine „Feu­er­flam­me“ gehen zwi­schen den Tier­stü­cken hin­durch. Ohne Hin­ter­grund­wis­sen bleibt unklar, was hier eigent­lich passiert.

Im Alten Ori­ent war die­se Art des Bun­des­schlus­ses jedoch bekannt. Tie­re wur­den in zwei Hälf­ten geteilt und ein­an­der gegen­über­ge­legt, sodass zwi­schen ihnen eine Art Weg ent­stand. Die Ver­trags­part­ner gin­gen dann gemein­sam zwi­schen den Tier­hälf­ten hin­durch und erklär­ten damit sinn­ge­mäß: „So soll es mir erge­hen, wenn ich die­sen Bund bre­che“ (Kühlein 2022). Das Ritu­al war also eine dra­ma­ti­sche Selbst­ver­pflich­tung. Wer den Bund brach, hat­te sym­bo­lisch sein eige­nes Todes­ur­teil ausgesprochen.

Wenn man die­sen kul­tu­rel­len Hin­ter­grund kennt, wird deut­lich, wie erstaun­lich die Sze­ne in Gene­sis 15 ist: Abra­ham geht gar nicht zwi­schen den Tier­hälf­ten hin­durch. Nur Gott tut es.

Was bedeu­tet das? Gott allein fährt durch die Tier­hälf­ten. Abra­ham schläft. Das bedeu­tet: Gott allein über­nimmt die vol­le Ver­ant­wor­tung für die­sen Bun­des­schluss. … Abra­ham erlebt hier Got­tes Gna­de. Er bekommt sozu­sa­gen einen Blan­ko­scheck. Er kann tun und las­sen, was er will. Er kann die­sen Bund nicht bre­chen. Das heißt: Egal, was Abra­ham tut, ob er zwei­felt, ob er fest an Gott glaubt – es spielt kei­ne Rol­le. Gott wird dafür sor­gen, dass die­se Ver­spre­chen, die er Abra­ham gege­ben hat, in Erfül­lung gehen. (Kühlein 2022)

Ohne den kul­tu­rel­len Hin­ter­grund wirkt die Sze­ne ledig­lich rät­sel­haft. Der Kon­text hilft uns zu erken­nen, wie radi­kal die Bot­schaft die­ses Tex­tes ist.

Exodus 21,24 – Brutal oder liberal?

Die berühm­te For­mu­lie­rung „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ wird oft als Bei­spiel dafür genannt, wie bru­tal und ver­al­tet die Geset­ze der Bibel angeb­lich sei­en. Doch die­se Ein­schät­zung ent­steht nur, wenn man den his­to­ri­schen Hin­ter­grund nicht kennt.

In der anti­ken Welt war Rache häu­fig unein­ge­schränkt und aus­ufernd. Wenn jemand ver­letzt wur­de, such­te die betrof­fe­ne Fami­lie Ver­gel­tung. Die­se konn­te weit über die ursprüng­li­che Tat hin­aus­ge­hen und sich sogar gegen Ange­hö­ri­ge des Täters rich­ten. Gewalt konn­te so leicht zu end­lo­sen Spi­ra­len von Gewalt führen.

Vor die­sem Hin­ter­grund ist die For­de­rung „Auge um Auge“ kei­nes­wegs ein Auf­ruf zu grau­sa­mer Ver­gel­tung, son­dern eine radi­ka­le Begren­zung von Rache (Albertz 2015:94). Die Stra­fe soll­te der Tat ent­spre­chen und nicht dar­über hin­aus­ge­hen. Das Prin­zip for­dert also ange­mes­se­ne Wie­der­gut­ma­chung statt maß­lo­ser Ver­gel­tung. Für die dama­li­ge Zeit war das ein bedeu­ten­der Schritt hin zu mehr Gerech­tig­keit. Im Neu­en Tes­ta­ment geht Jesus noch viel wei­ter und for­dert Fein­des­lie­be statt Ver­gel­tung (Matt 5,38–44).

Außer­dem zei­gen spä­te­re jüdi­sche Aus­le­gun­gen, etwa in der Misch­na, dass die­ses Prin­zip oft nicht wört­lich als kör­per­li­che Ver­gel­tung, son­dern als ange­mes­se­ne Ent­schä­di­gung ver­stan­den wur­de, die auch in Geld aus­fal­len konn­te (Lan­ger 2016:203–204).

Ohne die­sen Hin­ter­grund wirkt der Text hart und bru­tal. Mit dem his­to­ri­schen Kon­text wird jedoch sicht­bar, dass die­ses Gesetz eine wich­ti­ge Begren­zung von Gewalt darstellt.

Psalm 82,1 – Gott in der „Götterversammlung“

Psalm 82,1 kann moder­ne Leser verwirren:

Gott steht auf in der Got­tes­ver­samm­lung, inmit­ten der Göt­ter hält er Gericht.“ (Psalms 82,1 )

Was ist das für eine Göt­ter­ver­samm­lung? War­um ist plötz­lich von meh­re­ren „Göt­tern“ die Rede? Lehrt die Bibel nicht, dass es nur einen Gott gibt?

In der Welt des Alten Ori­ents war die Vor­stel­lung eines Göt­ter­pan­the­ons weit ver­brei­tet: Vie­le Göt­ter waren hier­ar­chisch geord­net und stan­den unter einem höchs­ten Gott, der ihre Ver­samm­lun­gen lei­te­te. Psalm 82 greift die­ses bekann­te Bild auf. Gott erscheint hier als der höchs­te Herr­scher, der über ande­re gött­li­che Wesen Gericht hält. Die­se „Göt­ter“ haben Tei­le der Welt ver­wal­tet. Doch sie haben ver­sagt: Sie dul­den Unge­rech­tig­keit und schüt­zen die Mäch­ti­gen statt der Schwa­chen. Des­halb zieht Gott sie zur Rechenschaft.

Auch wenn man den Kon­text der Stel­le ver­nach­läs­sigt, wird jedem klar: Gott steht für Gerech­tig­keit. Er ist der Hel­fer der Unter­drück­ten und der Ret­ter der Armen. Sein Herz schlägt für Recht und Gerech­tig­keit. Aber für die dama­li­gen Leser war die­ser Psalm deut­lich radi­ka­ler. In sei­nem Kon­text gele­sen, hat die­ser Psalm eine tie­fe theo­lo­gi­sche Botschaft:

Der Psalm ver­kün­det den Tod der Göt­ter der Völ­ker, weil die­se ihrer Auf­ga­be, Recht und Gerech­tig­keit auf Erden durch­zu­set­zen, nicht ent­spre­chen, und pro­kla­miert JHWH als den ein­zig wah­ren Gott. (Zen­ger 2007:481)

Psalm 137,9 – Will Gott Babys zerschmettern?

Psalm 137,9 wird oft zitiert, um zu zei­gen, wie gewalt­tä­tig der Gott des Alten Tes­ta­ments angeb­lich sei. Doch die­se Sicht ver­steht den Text voll­kom­men falsch. Der Vers kann nur in sei­nem his­to­ri­schen und lite­ra­ri­schen Kon­text rich­tig ver­stan­den wer­den. Psalm 137 ent­stand nach der Zer­stö­rung Jeru­sa­lems im Jahr 586 v. Chr., als vie­le Israe­li­ten nach Baby­lon ver­schleppt wur­den. Sie hat­ten ihre Hei­mat ver­lo­ren, ihre Stadt lag in Trüm­mern und vie­le Men­schen waren bru­tal getö­tet wor­den. Der Psalm ist die Stim­me eines Vol­kes, das tie­fes Leid erlebt hat.

Die Gewalt, die in die­sem Vers beschrie­ben wird, gehör­te zur Rea­li­tät anti­ker Krie­ge. Der Vers spie­gelt wahr­schein­lich die Erfah­rung von Men­schen wider, die sol­che Gewalt selbst erlebt haben. Psalm 137 ist ein Kla­ge­psalm, ein Gebet, in dem Men­schen ihren Schmerz, ihre Wut und ihren Wunsch nach Gerech­tig­keit vor Gott aus­spre­chen. Der Vers beschreibt also nicht, was Gott sich wünscht oder was Gott tun wird. Er gibt die ver­zwei­fel­te Stim­me von Men­schen wie­der, die uner­mess­li­ches Leid erfah­ren haben, und ist ein Schrei nach Gerech­tig­keit in der Spra­che der dama­li­gen Zeit.

Was kön­nen wir von dem Psalm ler­nen? Die­ser Psalm zeigt, dass Gebet nicht immer fromm und wohl­klin­gend sein muss. Vor Gott dür­fen wir bru­tal ehr­lich sein. Wir dür­fen ihm unser Herz aus­schüt­ten, so wie wir wirk­lich füh­len. Wir müs­sen kei­ne per­fek­ten oder „hei­li­gen“ Wor­te finden.

Deuteronomium 22,28–29 – Musste eine vergewaltigte Frau ihren Vergewaltiger heiraten?

Deu­te­ro­no­mi­um 22,28–29 wird häu­fig als Bei­spiel dafür genannt, wie grau­sam die Geset­ze des Alten Tes­ta­ments angeb­lich sind. Der Text scheint zu sagen, dass eine ver­ge­wal­tig­te Frau gezwun­gen wird, ihren Ver­ge­wal­ti­ger zu hei­ra­ten. Ohne den his­to­ri­schen Hin­ter­grund wirkt die­se Regel tat­säch­lich verstörend.

Doch der kul­tu­rel­le Kon­text bie­tet eine ande­re Per­spek­ti­ve. In der anti­ken Gesell­schaft hing das wirt­schaft­li­che und sozia­le Über­le­ben einer Frau stark von ihrer Ehe ab. Eine Frau, die ihre Jung­fräu­lich­keit ver­lo­ren hat­te, hat­te nahe­zu kei­ne Chan­cen, noch einen Ehe­mann zu fin­den. Ohne Mann war es schwie­rig, finan­zi­ell abge­si­chert zu sein und einen Platz in der Gesell­schaft zu haben.

Vor die­sem Hin­ter­grund ziel­te die­ses Gesetz dar­auf ab, die Frau zu schüt­zen. Der Mann, der ihr Scha­den zuge­fügt hat­te, konn­te sich sei­ner Ver­ant­wor­tung nicht ein­fach ent­zie­hen. Er muss­te für die Frau sor­gen und durf­te sich nicht von ihr schei­den las­sen. Zugleich zeigt ein par­al­le­ler Text, dass die Fami­lie der Frau nicht gezwun­gen war, einer sol­chen Ehe zuzu­stim­men. Exodus 22,17 macht deut­lich, dass der Vater die Hei­rat ver­wei­gern konn­te. Der Täter muss­te den­noch den Braut­preis zah­len und damit zumin­dest eine finan­zi­el­le Ent­schä­di­gung leisten.

In einer Gesell­schaft, in der Frau­en stark von Män­nern abhän­gig waren, soll­te die­ses Gesetz also nicht zusätz­li­chen Scha­den ver­ur­sa­chen, son­dern der betrof­fe­nen Frau Schutz und Ver­sor­gung zusi­chern. In die­sem Kon­text erscheint die Regel nicht als bar­ba­risch, son­dern als ein Ver­such, ver­ge­wal­tig­te Frau­en in einer män­ner­do­mi­nier­ten Welt zu schüt­zen.

Fazit: Die Bibel muss in ihrem Kontext gelesen werden

Die­se Bei­spie­le zei­gen, wie leicht bibli­sche Tex­te miss­ver­stan­den wer­den kön­nen, wenn wir sie ohne ihren kul­tu­rel­len und his­to­ri­schen Hin­ter­grund lesen. Vie­le Stel­len wir­ken für moder­ne Leser selt­sam, hart oder sogar mora­lisch pro­ble­ma­tisch. Doch oft liegt das dar­an, dass wir anti­ke Tex­te mit moder­nen Vor­stel­lun­gen lesen. Die Bibel ist nicht das Pro­blem, son­dern die Art und Wei­se, wie wir sie lesen.

Die Autoren der Bibel schrie­ben für Men­schen ihrer eige­nen Zeit. Sie grif­fen Bil­der, Denk­wei­sen und gesell­schaft­li­che Struk­tu­ren auf, die ihren ursprüng­li­chen Lesern ver­traut waren. Des­halb erklä­ren die Tex­te vie­les nicht aus­drück­lich – es wur­de ein­fach vorausgesetzt.

Wenn wir die­se Welt nicht ken­nen, besteht die Gefahr, dass wir den Text miss­ver­ste­hen oder Ideen hin­ein­le­sen, die nie beab­sich­tigt waren. Wer die Bibel ernst neh­men will, soll­te des­halb ver­su­chen, sie zuerst in ihrer eige­nen Welt zu verstehen.

Der kul­tu­rel­le und his­to­ri­sche Hin­ter­grund ist kein neben­säch­li­ches Detail der Bibel­aus­le­gung. Er ist oft der Schlüs­sel, der uns hilft zu erken­nen, was der Text wirk­lich sagen will.

Empfehlungen

Der kul­tu­rel­le Hin­ter­grund der Bibel erschließt sich oft erst durch sorg­fäl­ti­ge For­schung. Gute Kom­men­ta­re kön­nen dabei eine gro­ße Hil­fe sein. Logos bie­tet eine brei­te Aus­wahl an Wer­ken, die hel­fen, die Welt des Alten Tes­ta­ments bes­ser zu ver­ste­hen. Hier sind fünf Empfehlungen.

Einleitung in das Alte Testament

Lebenswelten der Bibel (2 Bde.)

Lebenswelten der Bibel - 2 Bände

Zürcher Bibelkommentare (10 Bde.)

Internationaler Exegetischer Kommentar zum Alten Testament (IEKAT) (14 Bde.)

Ancient Near Eastern Thought and the Old Testament: Introducing the Conceptual World of the Hebrew Bible, 2nd ed.

Bibliografie

Geschrieben von
Manuel Becker

Manuel arbeitet als Gemeindegründer unter einer der 25 größten unerreichten Völkergruppen weltweit. Wenn seine vier Kinder ihn nicht gerade auf Trab halten, liest er gern theologische Bücher oder nutzt Logos, um sich in die Bibel zu vertiefen. 2026 plant er, seinen PhD in Theologie zu beginnen. Im Bibel-Podcast „Jesus im Chaos“ taucht er tief in die Bibel ein, um Antworten zu finden, wie man Jesus mitten im Chaos des Lebens nachfolgen kann. Er ist der Autor des beliebten Kinderbuchs „Der große Sieg“, welches das Evangelium in einer packenden Bildergeschichte für Jung und Alt illustriert.

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Geschrieben von Manuel Becker