Das von Lothar Coenen und Klaus Haacker (gemeinsam mit weiteren) herausgegebene Theologische Begriffslexikon zum Neuen Testament ist seit einigen Jahrzehnten etabliert und in der hier rezensierten Fassung seit 2010 verfügbar. Dass es nun auch für Logos erhältlich ist, ist erfreulich und erschließt das Lexikon besser. Mit circa 2500 behandelten griechischen Vokabeln auf über 2000 Seiten ist es eine gute Erweiterung jeder Logos-Bibliothek.
Inhalt
Zielgruppe und methodischer Ansatz
Das Theologische Begriffslexikon soll „dem sorgfältigen Bibelstudium, der Textpredigt und der theologischen Orientierung am Neuen Testament“ (Vorwort, S. IV) dienen, richtet sich also an eine breite Zielgruppe über Theologiestudenten und Prediger hinaus. Dem entspricht auch eine erfreulich vielfältige Autorenschaft der Artikel aus Universitäten und Hochschulen, sowie Landes- und Freikirchen.
Die größte Stärke des Werks ist die niedrigschwellige sprachliche Zugänglichkeit, ohne dabei an fachlicher Tiefe einzubüßen. Alle griechischen Begriffe (nicht nur die Schlagworte) werden sowohl in griechischen Buchstaben als auch mit einer verständlichen Transkription (mit Angabe der Betonung![1]) und in Übersetzung geboten. Diese Hürde anderer Nachschlagewerke kann zwar auch Logos überbrücken, hier fügt es sich aber direkt in den Lesefluss ein. Hebräische und aramäische Begriffe werden (außer im entsprechenden Register) nur transkribiert und übersetzt.
Das Lexikon ist nach Wortfeldern gegliedert, die mit deutschen Begriffen überschrieben und nach diesen sortiert werden. Dem, der sonst keinen Zugang zum Griechischen hat, ist dies eine weitere Erleichterung. Begriffe, die unter einem anderen Schlagwort mitbehandelt werden, sind in der alphabetischen Folge mit dem Verweis zum betreffenden Artikel aufgeführt. So kann auf Deutsch zu Verwunderung führen, was im Griechischen auf der Hand liegt: So gibt es zum Begriff „Apostel“ an dieser Stelle (S. 54) nur den Verweis auf den Artikel „Sendung/Mission“ (S. 1654–1667), in dem nämlich ἀποστέλλω [apostellō] und darunter eben auch ἀπόστολος [apostolos] ausführlich behandelt wird. Nicht etymologisch, aber in der Sache nachvollziehbar ist beispielsweise, dass der „Bischof“ (S. 184) im Artikel „Kirche“ (auf S. 1150 ff.) erläutert wird.
Struktur nach Wortfeldern und thematische Vernetzung
Wer auf der Suche nach einem konkreten griechischen Begriff ist, muss teils zunächst in das „Register der griechischen Wörter“ (S. 2048–2059) schauen, aber in der Arbeit mit Logos wird einem dieser Schritt in den allermeisten Fällen abgenommen (wenn man das Lexikon beispielsweise von einer Wortstudie herkommend öffnet.) Falls mehrere griechische Begriffe zum Wortfeld gehören, gibt es jeweils einen kurzen Einleitungstext, der die Begriffe voneinander abgrenzt. Diese Texte sind aber keinesfalls nur „Türschmuck“ auf dem Weg zu den eigentlichen Artikeln, sondern zeigen teils sehr schön die Problematik und Spannweite des jeweiligen Begriffs auf. So wird zum Beispiel in der Einleitung zum Artikel „Gemeinschaft“ (S. 712) in wenigen Zeilen der Bogen von der Entstehung des Menschen aus der Gemeinschaft von Mann und Frau über das Geliebtsein als Individuum und die Gestaltung menschlichen Zusammenlebens bis zur Gemeinschaft des Christen mit Gott gespannt. In der Einleitung zum bereits erwähnten Artikel „Kirche“ (S. 1136) wird auf die Wortbedeutung der ἐκκλησία [ekklēsia], der „Versammlung der von Gott aus den vielen Völkern Heraus- und Zusammengerufenen […] Menschen“ angespielt und bereits die im Artikel zu behandelnden Ämter voneinander abgegrenzt.
Mehr als nur Vokabeln: Einblicke in Etymologie und Antike
Im ersten Abschnitt jedes Artikels wird die Wortherkunft behandelt. In den meisten Fällen umfasst das den Gebrauch und die Bedeutungen des Wortes im vor- und nichtbiblischen Griechisch. Teilweise wird hier auch die Etymologie des Wortes erklärt, insbesondere bei Lehn- und Fremdwörtern, wie Paradies (S. 1453) aus dem mitteliranischen „pardez“, Pharisäer (S. 1455) aus dem aramäischen „pᵉrīšajjā“, oder Amen (S. 1845) aus dem Hebräischen. Auch wenn sich solche Angaben in vielen (klassisch oder neutestamentlich) Griechisch-Deutschen Wörterbüchern finden, sind sie dort oft nur in sehr komprimierter Form, hier aber ausformuliert und damit deutlich leichter verständlich erreichbar. Inwiefern solche Angaben dem Leser ohne Griechisch-Kenntnisse dienen, kann kaum allgemein gesagt werden, doch auch wer des Griechischen (und gegebenenfalls Hebräischen) mächtig ist, wird von den gräzistischen, indogermanistischen oder semitistischen Erkenntnissen profitieren können.
Ebenfalls in diesem Abschnitt finden sich Beschreibungen der Sachverhalte in der griechisch-römischen Welt (z. B. die Ausführungen zu Form, Inhalt und Publikation von Briefen, S. 1585). Insbesondere die Angaben zur Verwendung bei den griechischen Autoren können bei der Einordnung helfen.
Die Brücke zum Alten Testament und zum Frühjudentum
Im nächsten Abschnitt wird die Verwendung des Begriffs in der Septuaginta, der antiken griechischen Übersetzung des Alten Testaments, erläutert. Dazu gehört gegebenenfalls auch die Erläuterung der grundsätzlichen Vorstellungen und (hebräischen) Vokabeln zum Thema im Alten Testament. So werden beispielsweise auf fast zwei Seiten die alttestamentlichen Vorstellungen zum „Himmel“ (S. 957f.) und auf einer die zur Unterwelt (hier konkret: ᾅδης [hadēs], S. 964f.) beschrieben. Weiter wird dann der Gebrauch der Begriffe in frühjüdischen Texten, wie den Qumran-Schriften, aber auch Josephus, Philo oder den sogenannten Apokryphen und Pseudepigrafen, ausgeführt. Hier wird deutlich, dass die Zielgruppe des Theologischen Begriffslexikons zum Neuen Testament, trotz des Namens, nicht nur Neutestamentler sind, sondern alle Bibelwissenschaftler. Auch Alttestamentler können von den prägnanten Zusammenfassungen alttestamentlicher Konzepte profitieren. Auch archäologische Befunde, beispielsweise im Artikel zur Synagoge (S. 1029–1034), werden in diesem Abschnitt mit ausgewertet.
Im nächsten Abschnitt wird die Bedeutung der behandelten Vokabeln in den verschiedenen Schriften des Neuen Testaments ausgeführt. Zu Beginn mit einem kurzen statistischen Einblick in die Häufigkeit der Verwendung in den verschiedenen Teilen des Neuen Testaments, gefolgt von Differenzierungen zum Gebrauch des Wortes in unterschiedlichen grammatischen Formen bei den verschiedenen Autoren des Neuen Testaments. Erklärt wird in diesem Abschnitt nicht nur die Verwendung des Wortes (oder der zugeordneten Synonyme), sondern die Sache. Im Artikel „Schrift“ (hier Abschnitt III zu γράφω [graphō], S. 1579–1584) wird also nicht nur das Verb „schreiben“ dargestellt, sondern, wie im Neuen Testament zitiert und auf das Alte Testament verwiesen wird, und dann auch entsprechend erläutert, welche Autorität und welcher Stellenwert der „(Heiligen) Schrift“ im Neuen Testament zukommt. Konzepte wie die Gegenüberstellung von γράμμα [gramma] Buchstabe und πνεῦμα [pneuma] Geist bei Paulus können in einfachen Tabellen dargestellt werden (S. 1582). Bekannte exegetische Fragen werden in diesem Abschnitt dargestellt und Lösungsansätze (teilweise mit dem Literaturhinweis, von wem dieser Ansatz vertreten wird), verbunden mit einer Positionierung des Autors des jeweiligen Artikels, geboten. Diese Positionen können durchaus auch gegen einen breiten Strom der Ausleger gehen, wenn beispielsweise C. C. Caragounis den „Fels“ aus Matthäus 16,18, auf den Jesus seine Kirche bauen will, nicht mit Petrus, an den diese Worte gerichtet sind, deutet (Art. πέτρα [petra], hier S. 1675–1677). Bisweilen fließen auch praktisch-theologische Überlegungen mit ein, so in der Frage nach der Kindertaufe (nämlich im Vergleich zur Kindersegnung, S. 1701).
Nachdem die griechischen Begriffe eines Wortfeldes behandelt wurden, wird jeder Artikel von „Hermeneutische[n] Überlegungen“ abgeschlossen. Hier werden Ansätze der vorangegangenen Darlegungen aufgenommen und Perspektiven bis in die heutige Zeit aufgezeigt. So wird im Artikel „Israel“ (S. 1034–1036) die jüngere Geschichte des Begriffs im letzten Jahrhundert (bis und nach 1945, sowie die politische Dimension seit der Staatsgründung 1948) problematisiert und nachgezeichnet. Die Literaturhinweise, die jeden Artikel abschließen, sind so knapp wie möglich gefasst, geben aber gute Ansätze zur vertiefenden Recherche.
Ein Fallbeispiel: Der Artikel zum Begriff „Glaube“
Um einen guten Einblick in die Art und Tiefe der gebotenen Informationen zu bekommen, sollen im Folgenden die wichtigen Erkenntnisse aller eben beschriebenen Abschnitte aus dem Artikel des neutestamentlichen Kernbegriffs „Glaube“ (S. 781–800) wiedergegeben werden.
Die Einleitung gibt aufgrund der behandelten Vokabel eine Definition von Glauben als „persönliche Beziehung zu einer Person oder Sache, die durch Vertrauen und Zuverlässigkeit begründet ist“ (S. 781.) Weiter wird dann differenziert zwischen den Worten im Zusammenhang mit dem Verb πείθω [peithō], das ein Bedeutungsspektrum von „überreden“ zu „überzeugen“ aufspannt, und πίστις [pistis], das die „Zuverlässigkeit“ und „Glaubwürdigkeit“ von Gesagtem ausdrückt, ursprünglich zwischen (menschlichen) Bundespartnern, im Neuen Testament dann mit entsprechend höherem Gewicht auf die Beziehung zwischen Mensch und Gott bezogen.
Der Stamm der beiden behandelten Vokabeln ist πειθ – [peith-] und bedeutet „Vertrauen“: Auf eine Aussage im Sinne von „Glauben schenken, sich überzeugen lassen“ oder auf einen Befehl auch als „gehorchen, sich überreden lassen“ (S. 781). Sprachgeschichtlich hat sich diese aktivische Bedeutung schon in homerischer Zeit aus dem passiven „überzeugt bzw. überredet werden“ (S. 781) entwickelt. „Die aktive Bedeutung überzeugen, überreden ist für griech. Denken bes. charakteristisch.“ (S. 782) Im Hebräischen gibt es hierzu kein Äquivalent. Die Stellen, an denen es in der Septuaginta so verwendet wird, sind aus den Apokryphen, also keine Übersetzungen aus dem Hebräischen. In der perfektischen Form wird damit teilweise „bāṭaḥ, Vertrauen haben, sicher sein“ (S. 782) übersetzt, das jedoch auch oft mit den Worten für „hoffen“ beziehungsweise „Hoffnung“ übersetzt wird. Auch weitere abgeleitete Worte sind in der Septuaginta eher selten.
Im Neuen Testament kommt das Wort hauptsächlich in der Apostelgeschichte und in den Briefen des Paulus vor, der es ähnlich wie die Septuaginta selten aktiv benutzt. In der Apostelgeschichte wird das Verb im Imperfekt interessanterweise für die Situationen verwendet, in denen Paulus zu Juden und Proselyten predigt, die bereits an den einen Gott glauben und „die er nur noch von der neuen in Christus geschenkten Gnade (13,43) zu überzeugen versucht“ (S. 783.) Drei Belegstellen (Apg 26,28; 2. Kor 5,11; Gal 1,10) für das Wort im Präsens Indikativ Aktiv werden etwas genauer besprochen, die Aussage des Agrippa, Paulus werde ihn vom Christentum überzeugen, wird mit mehreren Übersetzungsvarianten aus der Literatur diskutiert. Etwas ausführlicher wird die theologisch relevante Stelle Römer 11,30–32 zu „Israels Ungehorsam“ (S. 786) betrachtet.
„In der klassischen Lit. bedeutet πίστις [pistis] das Vertrauen, das man in Menschen oder Götter setzt“ (S. 786.) Daneben gibt es zahlreiche benachbarte Bedeutungen und Übersetzungsmöglichkeiten, wie „Glaubwürdigkeit“, „Kredit“, „Garantie“, „Beweis“, „anvertraute Sache“. Im Umkehrschluss ist ἀπιστία [apistia] Misstrauen oder Unzuverlässigkeit (vgl. S. 787.) Betont wird die frühe Verwendung des Wortes πίστις im religiösen Kontext, im Zusammenhang mit der Glaubwürdigkeit eines Gottes oder Orakelspruches. Den Aspekt des Glaubens im Sinne eines „Fürwahrhaltens“ prägte Empedokles aus Agrigent (5. Jh. v.Chr.), der als „als unsterblicher Gott, der den Pfad zum Heil weist“ (S. 787) auftritt und Glauben fordert. Aber auch in Inschriften des Asklepiosheiligtums in Epidaurus wird das Wort so verwendet. In hellenistischer Zeit tritt ein Wandel ein, „ein versachlichter Glaubensbegriff [ist], der in dem philosophisch durchdachten neuplatonischen Lehrsystem eine bestimmte erkenntnismäßige und traditionsbedingte Überzeugung hervorruft“ (S. 787.) Für die moralische und religiöse Entwicklung des Begriffs ist auch die stoische Auffassung als „Anerkennung der göttlichen Weltordnung“ (S. 787), aus der eine sittliche Treue resultiert.
Das hebräische Äquivalent ist ʾāman (Nif.) „zuverlässig, treu sein“, der auf Menschen und auf Gott angewandt wird. Wichtige Aspekte des alttestamentlichen Glaubensbegriffes sind die göttliche Legitimation eines Beauftragten, das Vertrauen auf Gott trotz politischer Widrigkeiten (so bei Jesaja), die Verknüpfung von Glaube und Gerechtigkeit bei Abraham in Genesis 15,6, von Glaube und Treue in Habakuk 2,3–4, und „die Zuverlässigkeit der Gebote“ (S. 789.) Im späteren Judentum wird Glauben mit Weisheit und Gerechtigkeit verbunden, insbesondere in der weisheitlichen Gegenüberstellung von „Gottlosen“ und „Gerechten“ (vgl. S. 789.) Bei Philo ist Glaube lernbar und auch bei Josephus tritt der (hellenistische) lehrhafte Aspekt hinzu. Für die Qumranliteratur wird die Treue zum Gesetz unterstrichen. In der apokalyptischen Literatur tritt noch der Aspekt der Zukunftserwartung hinzu. Im rabbinischen Judentum (und bei den Samaritanern) tritt neben die (vom Alten Testament herkommende) Betonung von Glaube und Gerechtigkeit das Vertrauen zu Mose als Knecht Gottes.
Im Neuen Testament kommen Formen von πίστις [pistis] und πιστεύω [pisteuō] mehr als doppelt so oft vor wie die hebräischen Äquivalente „hæʾæmīn und [ʾ]æmunāh“ (243 zu 100 Belegen, S. 791). Besonders in der Missionssprache gewinnt die, über den sonstigen griechischen Sprachgebrauch hinausgehende, Wendung „πιστεύω εἰς [pisteuō eis], glauben an“ (S. 791) an Bedeutung. Bei Jesus in der synoptischen Tradition tritt Glaube oft in Zusammenhang mit Heilungen auf. Es braucht Vertrauen in Jesus und seine Sendung für solche Wunder. Auch Jesus selbst ordnet sich dem Glauben ein, zu dem er ermutigt. Glaube an Gott ist eine Offenheit, mit dem Handeln Gottes zu rechnen.
Paulus’ Leserschaft hingegen ist schon zum Glauben gekommen, nämlich der Annahme der Heilsbotschaft von Kreuz und Auferstehung. Aus dem Glauben kommt das Gnadengeschenk „Gerechtigkeit“. Auch die Trias „Glaube, Liebe, Hoffnung“ wird bei Paulus betont. In der johanneischen Literatur wird vor allem das Verb verwendet. Ein wichtiges Begriffspaar ist „Glauben und Erkennen“ (S. 794), was zur Annahme des göttlichen Zeugnisses führen soll. Aus Glauben folgt Leben. Das dritte wichtige Paar ist „Glaube und Liebe“. Im Hebräerbrief ist Glaube die „Brille“, durch die auf alttestamentliche Motive und die Vätergeschichte geschaut wird. Im Jakobusbrief sind vor allem Vertrauen und Bekennen miteinander verbunden. Der abschließende Abschnitt zeichnet noch einmal sehr gut die großen Linien des Begriffs im Neuen Testament nach: vom vorausgehenden Heilshandeln Gottes als Grundlage des Glaubens, über Gehorsam, auch Gottes Gesandten gegenüber, aber auch Anfechtung und Verlassenheit, die nicht zuletzt am Kreuz sichtbar wird.
Die „Hermeneutischen Überlegungen“ beginnen mit der Problematisierung des Begriffs „Glauben“ in der landläufigen Form, entgegen der treffenderen Übersetzung „Vertrauen“. Vertrauen zum einen als einen „Zustand“, eine Haltung gegenüber Gott oder Mensch, zum anderen als eine Handlung. Im Laufe der Kirchengeschichte entwickelt sich das Verständnis immer mehr zu „Fürwahrhalten“, wobei die zu glaubenden Inhalte unterschiedlich gewichtet werden. Weiter wird die Übersetzung des Begriffs bei Luther thematisiert und aus der deutschen Sprachgeschichte erklärt: „Vertrauen“ hatte wie „trauen“ schon die Konnotation der Eheschließung (vgl. S. 797.) Doch auch die Liebesbeziehung zwischen Menschen bietet wichtige Parallelen zur Beziehung Mensch–Gott. Es wird der Weg vom Glauben als unverdienter Gnade zu Calvins Prädestinationslehre genannt und, dass Glaube (wie Liebe) nicht immer im gleichen Maße vorhanden ist. Abschließend wird noch ein Blick auf das Vertrauen biblischer Personen in extremen Situationen und auf den Glauben als Bekenntnisakt geworfen.
Fazit
Abschließend kann gesagt werden, dass das Theologische Begriffslexikon zum Neuen Testament für jeden an der Bibel, am Neuen wie am Alten Testament, Interessierten empfehlenswert ist. Es ist „theologisch“ im weiteren und besten Sinne, ohne, dass das Sprachliche zu kurz käme. Die Anlage in diesem Bereich ermöglicht es insbesondere Lesern ohne altsprachliche Kenntnisse, in diesem Bereich Erkenntnisse zu gewinnen. Es ist insofern ausführlich, als es weit mehr als nur Erklärungen zu Übersetzungsvarianten bietet, sondern auch Gedanken entwickelt und große Bögen nachzeichnet. Und es ist konzise, weil es sich nicht in Details verliert, auf die Diskussionen der Forschung hinweist, ohne sie in Breite darzustellen.
[1] Die zur Angabe der Betonung unter den betonten Vokal gesetzten Punkte werden aus typografischen Gründen in dieser Rezension nicht wiedergegeben.
