Gute Nachricht Bibel: „Es ging darum, den ersten kühnen Wurf zu bändigen”

Interview mit Dr. Rolf Schäfer über die Revision der Guten Nachricht Bibel, welche den ‚kühnen Wurf’ in die zuverlässigste freie deutsche Bibelübersetzung verwandelte.

«Die linke Hälfte war mit dem Bibel­text bedruckt und in der recht­en Hälfte hat man die Noti­zen gemacht»: Dr. Rolf Schäfer, Revi­sor der Guten Nachricht Bibel

Herr Schäfer, ich weiß, sie waren 1968 bei der ersten Über­set­zung der Guten Nachricht Bibel nicht dabei, doch zumin­d­est haben Sie im Gegen­satz zu mir damals schon gelebt. Kön­nen Sie etwas zum NT68 sagen?

Ich war 1968 zehn Jahre alt, daher kann auch ich das nur aus ein­er großen Ent­fer­nung beschreiben: Die Bibelge­sellschaften haben damals ange­fan­gen, sich zusam­men­zuschließen und hat­ten Kon­takt aufgenom­men zur Amer­i­can Bible Soci­ety. Damals gab es bei der Würt­tem­ber­gis­chen Bibelanstalt einen Pfar­rer namens Hans-Ulrich Nübel, der das Poten­zial erkan­nt hat, welch­es die neue amerikanis­che Good News Bible auch für die deutschen Leser besaß. Er war der Überzeu­gung, man müsste auch in Deutsch­land eine Bibel in mod­ern­er Sprache her­aus­brin­gen – nicht in Umgangssprache, son­dern in einem Deutsch, wie es die Zeitun­gen schreiben. Er wollte weg von den tra­di­tionell geprägten Begrif­f­en, und weg von der the­ol­o­gisch geprägten Sprache, hin zu einem natür­lichen, mod­er­nen Deutsch. Und er sagte sich: Das darf man nicht in die Hände von The­olo­gen geben, weil die sich nicht frei machen kön­nen von dem, was sie auf­grund ihrer Aus­bil­dung, ihrer Lebens­geschichte, ihrer Einübung der Bibel aufge­so­gen haben. Sie kön­nen gar nicht aus diesem Korsett der Kirchen- und The­olo­gen­sprache aus­brechen. Deshalb hat er etwas gemacht, was natür­lich aus philol­o­gis­ch­er Sicht hoch prob­lema­tisch ist: Er hat Jour­nal­is­ten gebeten – da er ja die Sprache der Zeitun­gen im Visi­er hat­te – das Neue Tes­ta­ment zu übersetzen.

Natür­lich kon­nte er bei den Jour­nal­is­ten keine umfassenden the­ol­o­gis­chen und philol­o­gis­chen Sachken­nt­nisse voraus­set­zen, darum sagte er zu ihnen: Ihr über­set­zt nicht aus dem Griechis­chen, son­dern zunächst Mal aus dem Englis­chen (Anm.: aus der Good News Bible) und erst in ein­er zweit­en Redak­tion­sstufe kom­men dann The­olo­gen ins Spiel. Sie prüfen die Über­set­zung anhand des griechis­chen Textes auf deren Vertretbarkeit.

Und das alles in zwei Jahren! Geht das nicht zu Las­ten der Genauigkeit?

Sog­ar in nur einein­halb Jahren, denn das amerikanis­che Vor­bild „Good News for Mod­ern Man“ erschien im Jan­u­ar 1966 und das deutsche NT68 kam schon im Herb­st 1967 raus. So etwas würde man heute nicht mehr schaf­fen. Wenn wir das zum Beispiel mit der NGÜ ver­gle­ichen, bei der die Über­set­zung des NT zwanzig Jahre in Anspruch nahm, wird klar, dass da jew­eils ein ganz unter­schiedlich­er Anspruch dahintersteht.

Wie wurde diese Über­set­zung aufgenommen?

Das NT68 hat stark polar­isiert, wie nicht anders zu erwarten war. Die einen hat diese Über­set­zung begeis­tert, da sie die Bibel in ein­er frischen, zeit­gemäßen Sprache lesen kon­nten, und den anderen ging die ganze Sache zu weit. Die tra­di­tionellen Luther­bibel-Leser waren natür­lich erschüt­tert. Dabei war das Ganze gar nicht so schock­ierend, denn man war in dieser Zeit auch schon drauf vor­bere­it­et, dass neue Wege beschrit­ten wer­den. Es gab z.B. die Über­tra­gung von Jörg Zink, die schon 1965 erschienen ist, und es war auch die Zeit, in der sich die katholis­che Kirche auf das Konzil von 1968 vor­bere­it­ete, das dann neben vie­len wichti­gen Refor­men auch zur Ein­heit­süber­set­zung geführt hat. Das The­ma „neue Bibelüber­set­zun­gen“ lag also ohne­hin in der Luft und es gab das Bedürf­nis nach solchen Über­set­zun­gen. Insofern war das NT68 kein sin­guläres Vor­preschen, son­dern Teil eines Umbruchs auf bre­it­er Front.

War die Kri­tik auf die unortho­doxe Vorge­hensweise gerichtet oder auf das Prinzip der freien Übersetzung?

Zunächst ein­mal ist man nicht auf die prinzip­iellen über­set­zungs-the­o­retis­chen Fra­gen einge­gan­gen, die wur­den erst zu einem späteren Zeit­punkt disku­tiert. Anfangs war nur Weni­gen bewusst, dass hin­ter dem NT68 eine von Eugene Nida entwick­elte über­set­zungs­the­o­retis­che Konzep­tion ste­ht. Die Kri­tik konzen­tri­erte sich meist auf die vorder­gründi­ge philol­o­gis­che Ebene und lautete im Kern: „Das entspricht nicht mehr dem Griechis­chen!”, wobei da eine rel­a­tiv enge Vorstel­lung vorherrschte, was „dem Griechis­chen entsprechen” bedeutet.

Danach wurde das NT 1971 kor­rigiert und 1982 kam die Voll­bibel raus. Was ist da noch passiert?

In der Fas­sung von 1971 wurde schon die Kri­tik am NT68 berück­sichtigt, da wurde wesentlich nach­bear­beit­et. Im Grunde genom­men ist die ganze weit­ere Geschichte davon geprägt, die Gute-Nachricht-Über­set­zung philol­o­gisch und the­ol­o­gisch genauer zu machen; den ersten küh­nen, schnellen Wurf zu „bändi­gen”, wie ein Gärt­ner, der die Wasser­schosse zurückschnei­det, die zu viel ins Kraut schossen. Allerd­ings: Dies zu tun, ohne den Grun­dansatz zu ändern – das ist eine Gratwanderung.

Der Grund­text blieb aber der vom NT68, und an diesem Text wurde immer weit­erge­feilt, richtig?

Ja, an den meis­ten Stellen hat man ein­fach weit­erge­feilt. Es gibt im Neuen Tes­ta­ment aber auch ganze Pas­sagen, welche von Grund auf neu über­set­zt wur­den. Wenn man die ver­schiede­nen Fas­sun­gen nebeneinan­der hält, dann kann man dies ver­fol­gen. Über die Jahre hat vor allem die „innere Kri­tik”, also die der Über­set­zer sel­ber, die Gute-Nachricht-Über­set­zung verbessert. Sie haben die Prinzip­i­en Nidas immer kon­se­quenter umgesetzt.

Kom­men wir nun zur Revi­sion 1997, der „neuen Guten Nachricht Bibel”. Wer hat diese Ver­sion initiiert?

Das war eine Ini­tia­tive der Deutschen Bibelge­sellschaft. Den Anstoß haben die Über­set­zer sel­ber gegeben, welche an der Über­set­zung von 1982 mit­gewirkt hat­ten. Sie haben erkan­nt, dass es bei der Über­set­zung nach wie vor Schwach­punk­te gab. Das ist etwas, was eigentlich jed­er Über­set­zer empfind­et: Es bleibt immer eine gewisse Unzufrieden­heit, weil die Über­set­zung ja nie 100% das Orig­i­nal tre­f­fen kann.

Wie ging die Revi­sion von 1997 vor sich?

Die Arbeit wurde von vier Revi­soren bewältigt: Fed­er­führend war Dr. Hell­mut Haug, Ger­man­ist und evan­ge­lis­ch­er The­ologe; er hat­te schon für die Fas­sung von 1982 unter anderem die Paulus-Briefe bear­beit­et. Ihm standen zwei Über­set­zer zur Seite, die eben­falls maßge­blich schon an der Fas­sung von 1982 beteiligt waren: Dr. Joachim Lange, ein katholis­ch­er Neutes­ta­mentler und Schüler von Rudolf Schnack­en­burg, und Dr. Rudolf Kassüh­lke, Bap­tist und langjähriger Mis­sion­ar in Kamerun, wo er die Bibel in die Ful-Sprache über­set­zt hat­te; er war es auch, der den Kon­takt zu Eugene Nida hergestellt hat­te. Ich kam als Neul­ing zu diesem Team hinzu.

Jed­er von uns hat eine bes­timmte Por­tion des Textes durchgear­beit­et – anhand des hebräis­chen und griechis­chen Textes und der maßge­blichen neuen Kom­mentare – und alle Stellen notiert, welche exegetisch oder philol­o­gisch prob­lema­tisch schienen. Man hat damals auf Papi­er gear­beit­et: Die linke Hälfte war mit dem Bibel­text bedruckt und in der recht­en Hälfte hat man die Noti­zen gemacht, und hier und da musste man ein oder zwei Beiblät­ter ein­fü­gen, weil es ein­fach zu viele Anmerkun­gen gab.

Wur­den da auch Kri­tiken an der 1982er-Ver­sion mit eingearbeitet?

Die Kri­tiken wur­den über die Jahre in Ord­nern gesam­melt. Wobei man sagen muss: Einige Kri­tik­er hat­ten den the­o­retis­chen Ansatz nicht voll­ständig ver­standen. Solche Kri­tiken wur­den in der Regel nicht mit aufgenommen.

Wie wur­den diese Kri­tiken ange­bracht? Waren das Leserbriefe?

Nach dem Erscheinen der Bibel 1982 gab es viele Rezen­sio­nen, in denen die Kri­tik öffentlich geäußert wurde, und dann gab es tat­säch­lich eine ganze Menge Briefe: entwed­er Leser­briefe oder Briefe von Leuten, die spon­tan was ent­deckt hat­ten. Manche haben auch eine Frage gestellt zu ein­er Bibel­stelle und uns damit gezeigt, dass die Über­set­zung dieser Stelle missver­ständlich oder unver­ständlich ist für jeman­den, der ohne Vorken­nt­nisse an den Text herange­ht. Die Leser­schaft der Guten Nachricht unter­schei­det sich ja von der Leser­schaft tra­di­tioneller Bibeln wie der Luther­bibel oder der Elber­felder Über­set­zung. Viele Leser der Guten Nachricht sind eher jün­gere Leute, die entwed­er frisch zum Bibelle­sen gekom­men sind und nicht kirch­lich sozial­isiert sind. Jeden­falls war das in den 80er-Jahren so. Heute ist die Leser­schaft wesentlich bre­it­er, weil beispiel­sweise die Kon­fir­man­den, die in den 80er-Jahren die Bibel zur Kon­fir­ma­tion erhal­ten haben, die sind ja heute auch entsprechend älter gewor­den und kirch­lich vielle­icht auch bess­er eingebunden.

Wie wur­den dann die Anmerkun­gen der vier Revi­soren zusammengetragen?

Wir haben Vor­la­gen aus­gear­beit­et und diese wur­den dann in mehrtäti­gen Sitzun­gen zu viert durchgesprochen.

Wie lange haben Sie daran gearbeitet?

Fünf Jahre lang, mit einem Pen­sum von 70–80 Prozent. Jed­er hat­te seinen Teil der Bibel, für den er schlussendlich ver­ant­wortlich war und in dessen Über­set­zung er die Resul­tate dieser Tagun­gen eingear­beit­et hat­te: Joachim Lange hat sich auf das Neue Tes­ta­ment konzen­tri­ert, Rudolf Kassüh­lke hat sehr viel im Alten Tes­ta­ment gemacht und Hell­mut Haug, der auch Ger­man­is­tik studiert hat­te, hat den gesamten Text durchgear­beit­et und in Zweifels­fällen stilis­tisch die let­zte Entschei­dung getroffen.

Da war also ein Bap­tist mit dabei, ein Katho­lik und zwei Protes­tanten. Wie gut ging diese Zusammenarbeit?

In diesem Kreis hat der kon­fes­sionelle Hin­ter­grund gar keine Rolle gespielt. Höch­stens vielle­icht, dass Rudolf Kassüh­lke mit seinem freikirch­lichen Hin­ter­grund auch im Umgang mit der Sprache irgend­wie freier gewe­sen ist. Aber ich meine, das kann man nicht nur auf die Kon­fes­sion zurück­führen, son­dern es lag ein­fach in sein­er Per­sön­lichkeit: Er sprühte immer vor Ideen und hat oft ein­fach mal ins Unreine einen orig­inellen Vorschlag gemacht. Aber das Miteinan­der – ich will das jet­zt nicht verk­lären, aber das war eine Freude, in diesem Team zu arbeit­en: die Ern­sthaftigkeit in der Sache und auch, dass man ungeschützt sprechen und Vorschläge machen kon­nte, ohne dass man Angst vor despek­tier­lichen Reak­tio­nen haben musste. Da wurde sach­lich kri­tisiert. Das war eine sehr schöne Zeit. Das betra­chte ich im Rück­blick als ein Geschenk.

Die 97er-Ver­sion hat die Gute Nachricht Bibel frauen­gerecht gemacht. War das eine Vor­gabe der Bibelgesellschaft?

Nein, das war eine Entschei­dung der Über­set­zer. Wir haben dieses The­ma nicht so pro­gram­ma­tisch bear­beit­et wie zum Beispiel die „Bibel in gerechter Sprache“. Aber immer­hin waren wir die erste deutsche Bibelüber­set­zung, welche dieses berechtigte Anliegen aufgenom­men und an den Stellen, an denen es geboten war, dann auch umge­set­zt hat. Wir haben zum Beispiel die Anrede „adelphoi” als „Brüder und Schwest­ern” über­set­zt, denn es ist exegetisch und philol­o­gisch richtig, das im Deutschen so wiederzugeben. Im Grunde ist die tra­di­tionelle Über­set­zung mit „Brüder“ unbe­friedi­gend und genau genom­men sog­ar inhaltlich verfehlt.

Schwieriger ist es mit „Jün­gerin­nen und Jüngern“, denn hier muss man dann exegetisch entschei­den: Ist an der betr­e­f­fend­en Stelle ein erweit­ert­er Kreis gemeint, sodass man mit Grün­den annehmen kann, dass auch Frauen dazuge­hören? Oder ist beispiel­sweise der Zwölfer­kreis gemeint, sodass man mit Sicher­heit sagen kann, dass nur von Män­nern die Rede ist? Wir haben diese Frage deshalb nicht generell, son­dern von Fall zu Fall entschieden.

Unsere Über­set­zungsen­twürfe haben wir an einige Exegetinnen zur Durch­sicht unter dem Gesicht­spunkt der frauen­gerecht­en Sprache geschickt und die haben ihrer­seits auf die Texte reagiert. Oft gin­gen ihnen unsere Entwürfe nicht weit genug. Soweit wir dies exegetisch ver­ant­worten kon­nten, haben wir solche kri­tis­chen Rück­mel­dun­gen eingear­beit­et. Aber die Revi­sion war bezüglich frauen­gerechter Sprache sich­er keine „Max­i­mal-Lösung”.

Das andere war, dass Sie Leit­be­griffe wie „Glaube” und „Gerechtigkeit” wieder einge­führt haben.

Ja, und das ist eigentlich das Wichtigere.

Ist das auch von Ihnen gekom­men oder war das eine Vorgabe?

Wed­er vom katholis­chen Bibel­w­erk noch von der Deutschen Bibelge­sellschaft gab es irgendwelche Vor­gaben. Die Leitlin­ien der Revi­sion wur­den von den Über­set­zern auf­grund ihrer eige­nen fach­lichen Überzeu­gung abgesteckt.

Seit der 97er-Revi­sion wird die Gute Nachricht Bibel als die zuver­läs­sig­ste kom­mu­nika­tive Über­set­zung anerkan­nt. War das ein Ziel der Revision?

Ja sich­er, natür­lich! Das war sog­ar der Aus­lös­er. Es war die stel­len­weise mit Recht kri­tisierte Unge­nauigkeit der Fas­sung von 1982, auf die sich die Revi­sion konzen­tri­erte. Deswe­gen wurde der gesamte Text exegetisch auch nochmals durchgear­beit­et, mit dem Ziel, den Sinn des bib­lis­chen Textes so genau, so voll­ständig und so ver­ständlich wie möglich auf Deutsch wiederzugeben. Das hat sich insofern gelohnt, als die Reak­tio­nen auf die 97er-Über­set­zung den Erfolg dieser Arbeit dur­chaus gewürdigt haben. Fach­leute kön­nen jet­zt in der Regel ohne Schwierigkeit­en erken­nen, welche philol­o­gis­chen Entschei­dun­gen oder exegetis­chen Über­legun­gen oder sog­ar: welch­er wis­senschaftliche Kom­men­tar ein­er bes­timmten For­mulierung zu Grunde liegt.

Jet­zt sind es bald 20 Jahre seit der Revi­sion. Sind Sie immer noch zufrieden mit dem Text? Oder braucht es schon bald eine Neue?

(Lacht) Im Großen und Ganzen bin ich immer noch zufrieden damit. An einzel­nen Stellen würde ich jet­zt vielle­icht etwas anders for­mulieren, denn exegetis­che Ein­sicht­en und philol­o­gis­ches Wis­sen verän­dern sich eben­so, wie die Sprachge­wohn­heit­en der deutschen Leserin­nen und Leser. Hin­ter mir ste­ht ein Ord­ner, in dem ich solche Stellen samm­le, über deren For­mulierung man noch ein­mal nach­denken muss. Das sind entwed­er Sachen, die mir sel­ber inzwis­chen beim Lesen aufge­fall­en sind, oder auf die ich von anderen Lesern hingewiesen wurde. Aber wir machen‘s nicht so, dass wir sozusagen scheibchen­weise hier und da etwas ändern, son­dern ich samm­le alle Fra­gen und Vorschläge über eine län­gere Zeit, bis wir eines Tages – sicher­lich inner­halb der näch­sten zehn Jahre – eine neue Durch­sicht der Über­set­zung in Angriff nehmen.

Man kann sagen, an ein­er Über­set­zung wie der Gute Nachricht Bibel zu feilen, ist eigentlich eine Sisy­phusar­beit, mit der man nie wirk­lich fer­tig wird. Deshalb gibt man nach mein­er eige­nen Erfahrung die Über­set­zung nur ungern aus der Hand. In diesem Sinn ist aus Über­set­zer-Sicht auch die aktuelle Fas­sung der Gute Nachricht Bibel nicht „fer­tig“. Doch wir haben sie 1997 und dann ab 2000 in neuer Rechtschrei­bung trotz­dem mit gutem Gewis­sen in den Druck gegeben, weil wir uns sich­er waren, dass wir getan und erre­icht hat­ten, was in der Zeit möglich und erre­ich­bar war. Die Gute Nachricht war 1967 die erste kom­mu­nika­tive Bibelüber­set­zung in deutsch­er Sprache und heute ist sie in der Fas­sung von 1997 auch die zuverlässigste.

Dr. Rolf Schäfer hat in Tübin­gen The­olo­gie studiert und wurde im Fach Altes Tes­ta­ment pro­moviert. Dr. Schäfer arbeit­et bei der Deutschen Bibelge­sellschaft als Ver­lagslek­tor und war ein­er der vier Über­set­zer, welche für die voll­ständi­ge Über­ar­beitung der Guten Nachricht Bibel in den 1990er Jahren zuständig waren.

Dieser Artikel ist Teil 3 ein­er vierteili­gen Rei­he über die Gute Nachricht Bibel. Die anderen 3 Beiträge:

  1. Wieso freie Bibelüber­set­zun­gen belächelt wer­den, und was daran falsch ist.
  2. Wie es zur ersten freien deutschen Über­set­zung kam – eine erstaunliche Geschichte.
  3. Gute Nachricht Bibel – eine umfan­gre­iche Textkritik

Greifen Sie jet­zt zu und erwer­ben Sie die Gute Nachricht Bibel in Logos!


Das Wort Gottes nicht nur lesen, son­dern auch bewun­dern. Das ver­sucht Philipp Keller selb­st zu tun, und andere dazu zu motivieren. Er ist Wor­ship-Leit­er und blog­gt pri­vat. Auf Twit­ter ist er erre­ich­bar unter @philippkellr

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Philipp Keller

Das Wort Gottes nicht nur lesen, sondern auch bewundern. Das versucht Philipp selbst zu tun und andere dazu zu motivieren. Er ist Worship-Leiter und bloggt privat. Auf Twitter ist er erreichbar unter @philippkellr

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