99 Gründe für Logos 9 (Part 82–90) – Bibelstudium auch für Profis!

Von Simon Birr

Tipps

Bibel­stu­di­um wie die Pro­fis! Seit über 12 Jah­ren schon nut­ze ich Logos Bibel­soft­ware. Eben­so lan­ge stau­ne ich über Theo­lo­gen, die das letz­te Quänt­chen an Infor­ma­tio­nen aus dem Pro­gramm holen. Logos bie­tet neben Funk­tio­nen zum schnel­len Bibel­stu­di­um auch Mög­lich­kei­ten, den Bibel­text auf pro­fes­sio­nel­lem Niveau zu erforschen. 

An man­chen Funk­tio­nen und Erkennt­nis­sen haben Theo­lo­gen der Ver­gan­gen­heit ein Leben lang gear­bei­tet. Nun sind sie in einer Soft­ware ver­füg­bar und kön­nen von jeder­mann genutzt wer­den. Heu­te schau­en wir uns neun sol­cher Funk­tio­nen an, die mit einem Logos-Paket ins Haus kommen.

82. Syntaxsuche

Die Syn­tax­su­che ist eine der kom­ple­xes­ten, wohl aber auch der mäch­tigs­ten Werk­zeu­ge in der Logos Bibel­soft­ware. Wer sich ein­mal mit gram­ma­ti­ka­li­scher Satz­leh­re (=Syn­tax) beschäf­tigt hat, wird den gro­ßen Schatz die­ser Funk­ti­on gut erfas­sen kön­nen. Da in Logos die ver­schie­de­nen Wer­ke direkt mit­ein­an­der ver­knüpft sind, kön­nen umfas­sen­de Such­ab­fra­gen gene­riert wer­den. Ähn­li­che Kon­struk­tio­nen und gram­ma­ti­ka­li­sche Gemein­sam­kei­ten grie­chi­scher und hebräi­scher Tex­te las­sen sich mit wenig Auf­wand anzei­gen. Die Beschäf­ti­gung mit Gram­ma­tik­theo­rie ist zwar unbe­ding­te Vor­aus­set­zung für die­ses Werk­zeug, die Ergeb­nis­se beloh­nen aber jeden Aufwand.

Eine umfas­sen­de Erklä­rung der Syn­tax-Suche hat Peter Strei­ten­ber­ger auf unse­rem Blog ver­öf­fent­licht. Nach einer Ein­füh­rung in die Grund­funk­tio­nen erklärt er in einem zwei­ten Bei­trag umfas­send die Anla­ge eige­ner Suchen.

83. Satzdiagramm

Man­che Abschnit­te der Bibel sind äußerst kom­ple­xe lite­ra­ri­sche Wer­ke. Ephe­ser 1,3–14 ist bei­spiels­wei­se ein ein­zi­ger Satz. Um der­ar­tig ver­schach­tel­te Kon­struk­tio­nen ver­ständ­lich zu machen, hat sich in der Exege­se die Metho­de eines Satz­dia­gramms bewährt. Man glie­dert über­ge­ord­ne­te und unter­ge­ord­ne­te Gedan­ken mit­tels Ein­schü­ben, Sym­bo­len oder gar kom­ple­xe­ren Zei­chen zum eige­nen Verständnis.

Logos bie­tet für die­se Auf­ga­be einen eige­nen Doku­ment­typ an. Sobald man eine Text­stel­le impor­tiert hat, kann man aus einer gro­ßen Anzahl von Werk­zeu­gen aus­wäh­len und dem Text Struk­tur geben.

Klei­ner Tipp: Allei­ne mit Pfeil und Stift­werk­zeug las­sen sich Sät­ze gra­fisch aus­ein­an­der­zie­hen und Wor­te in Bezie­hung zuein­an­der setzen.

84. Antike Literatur

Im Bibel­stel­len-Assis­tent fin­det sich der Abschnitt „Anti­ke Lite­ra­tur“. Hier zeigt Logos Ver­knüp­fun­gen und Erwäh­nun­gen des betref­fen­den Text­ab­schnitts in unter­schied­li­cher außer­bi­bli­scher Lite­ra­tur der Anti­ke an.

So sieht man sprach­li­che Par­al­le­len, Hin­wei­se der Kir­chen­vä­ter oder jüdi­sche Erwäh­nun­gen auf einen Blick. Das Beson­de­re an die­ser Daten­bank ist, dass sie nicht nur Wer­ke aus der eige­nen Biblio­thek anzeigt. Res­sour­cen, die nicht im eige­nen Besitz sind, wer­den auch prä­sen­tiert und kön­nen bei Bedarf direkt erwor­ben werden.

85. Semantisches Wörterbuch zur Bibel

Im Seman­ti­schen Wör­ter­buch zur Bibel wur­de der bibli­sche Wort­schatz nach Wort­be­deu­tung in den Urspra­chen auf­be­rei­tet. Die Ein- und Zuord­nung eines Begrif­fes zu ver­schie­de­nen ande­ren Begrif­fen ist hoch­in­ter­es­sant. Man kann selbst nach den ver­schie­de­nen Wor­ten suchen. Über Inter­li­ne­ar-Leis­te oder Inf­ofens­ter wer­den Infor­ma­tio­nen aus die­sem Wör­ter­buch aber auch direkt angezeigt. 

86. Qumran Biblical Dead Sea Scrolls Database

Schon als Teen­ager habe ich die Rol­len aus Qum­ran ken­nen­ge­lernt. Da gab es eine Geschich­te zur Ent­de­ckung die­ser Schrif­ten, eigent­lich für Kin­der, die mich fes­sel­te! Ich war und bin begeis­tert, dass ein­zel­ne Schrift­stü­cke so lan­ge erhal­ten wer­den kön­nen. Mein Ver­trau­en in die Über­lie­fe­rung der Hei­li­gen Schrift wächst mit jeder sol­chen Auf­fin­dung enorm. Genial!

In Logos habe ich die Mög­lich­keit, die auf­ge­fun­de­nen Schrif­ten ein­zeln anzu­se­hen. Das ist nicht nur für Dok­tor­ar­bei­ten und für seriö­se Kom­men­tar-Autoren wich­tig. Auch ich selbst kann schnell wesent­li­che Text­ver­glei­che durchführen …

87. Lateinische Bibeln – Clementine Vulgate

Logos kann nicht nur mit grie­chi­schen oder hebräi­schen Tex­ten umge­hen. Auch Latein macht der Soft­ware kei­ne Pro­ble­me. (Sogar Ara­bisch ist mit Logos mög­lich, das wäre aber ein ande­res Thema …)

Über Jahr­hun­der­te war die Vul­ga­ta aus dem 4. Jahr­hun­dert nach Chris­tus die eine ein­zi­ge Stan­dard­bi­bel in Euro­pa. Zahl­rei­che his­to­ri­sche Tex­te zitie­ren aus die­ser Über­set­zung. Da mein Lati­num weit län­ger her ist, als das Grae­cum, sind vie­le Voka­beln heu­te für mich böh­mi­sche Dör­fer. In Logos kann ich einen Bibel­vers aus der Vul­ga­ta öff­nen und über das Kon­text­me­nü oder das Infor­ma­ti­ons­fens­ter sofort die Über­set­zun­gen aus mei­nen Wör­ter­bü­chern sehen. Die Logos Ver­si­on der Cle­men­ti­ne Vul­ga­te basiert auf dem Text von 1598 und ist mit einem Inter­li­ne­ar­da­ten­satz ver­bun­den, also voll in den Funk­ti­ons­um­fang der Soft­ware integriert.

88. Lewis and Short’s Latin Dictionary

Als gedruck­tes Werk umfasst das Latein­wör­ter­buch „Lewis & Short’s“ über 2000 Sei­ten mit detail­lier­ten Infor­ma­tio­nen zu ein­zel­nen Voka­beln. Neben den Über­set­zun­gen wer­den zahl­rei­che Bei­spie­le aus dem Kon­text erwähnt, sodass man ein gutes Bild davon bekommt, wie eine Voka­bel zu ver­ste­hen ist. Der gro­ße Vor­teil die­ses Wer­kes ist, dass es auch für latei­ni­sche Wer­ke aus der frü­hen Kir­chen­ge­schich­te bis hin zum Mit­tel­al­ter nutz­bar ist.

In Logos ist ein Latein­wör­ter­buch nicht nur für die Über­set­zung der Vul­ga­ta inter­es­sant. Es wer­den unzäh­li­ge klas­si­sche Tex­te ange­bo­ten, die man mit­hil­fe des „Lewis & Short’s“ gut für das per­sön­li­che Ver­ständ­nis über­set­zen kann. Eine ech­te Berei­che­rung im Ver­ständ­nis bibli­scher Texte.

89. Grafische Suchergebnisse

Mit Logos 9 wur­de eine inter­es­san­te neue Funk­ti­on aus­ge­rollt. Man kann Such­ergeb­nis­se nun in ver­schie­de­nen Vari­an­ten gra­fisch dar­stel­len las­sen. Ob man sich einen Über­blick ver­schaf­fen möch­te, wie oft ein neu­tes­ta­ment­li­ches Buch die Per­son Jesus Chris­tus erwähnt, oder kom­ple­xe Vor­kom­men von ein­zel­nen Voka­beln ana­ly­sie­ren möch­te – Logos 9 bie­tet eine neue Hilfe.

Die­se Visua­li­sie­run­gen bie­ten sich nicht nur für Prä­sen­ta­tio­nen von Ergeb­nis­sen an. Auch zur schnel­len Erfas­sung und Ein­ord­nung der je aktu­el­len Such­ergeb­nis­se kön­nen die neu­en Dia­gram­me eine tol­le Hil­fe sein.

90. Assistenten Editor

Die Assis­ten­ten haben wir in der ver­gan­ge­nen Zeit schon des Öfte­ren betrach­tet. Es gibt für sie aller­dings auch einen eige­nen Edi­tor. Mit ihm las­sen sich indi­vi­du­el­le Assis­ten­ten in Logos erstel­len, die ganz auf den per­sön­li­chen Bedarf zuge­schnit­ten sind. Aus über 50 Bau­stei­nen kann man wählen.

Zunächst ent­schei­det man sich für die Art, nach der sich der Assis­tent aus­rich­ten soll. Logos bie­tet Abschnit­te für Bibel­stel­len, Seel­sor­ge­the­men, Pre­digt­vor­be­rei­tung, the­ma­ti­sche Suchen, theo­lo­gi­sche Begrif­fe und Wort­stu­di­en. Je nach gewähl­ter Art wer­den unter­schied­li­che Abschnit­te ange­zeigt, die man frei an- und abwäh­len sowie frei in der Rei­hen­fol­ge anord­nen kann. Ein­zel­ne Abschnit­te las­sen sich sogar indi­vi­dua­li­sie­ren, so kann man bei­spiels­wei­se die Anzahl der Kom­men­ta­re fest­le­gen, die ange­zeigt wer­den sollen.

Wer nicht direkt einen eige­nen Assis­ten­ten anle­gen möch­te, kann auch die vor­han­de­nen bear­bei­ten. Dazu im Assis­ten­ten rechts oben auf die drei unter­ein­an­der­lie­gen­den Punk­te kli­cken und „Assis­ten­ten anpas­sen“ wählen.

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Logos bietet Hilfen für intensivste theologische Forschung.

Wenn ich nun am Ende unse­rer heu­ti­gen neun Punk­te ehr­lich bin, über­for­dern sie mei­nen theo­lo­gi­schen Hori­zont auch nach Jah­ren in Logos. Die­se Werk­zeu­ge bie­ten Hil­fen für inten­sivs­te theo­lo­gi­sche For­schung, auf die ich als „nor­ma­ler Pas­tor“ nur sel­ten ange­wie­sen bin. Gera­de das ist ja aber die Stär­ke von Logos. Auf der einen Sei­te habe ich selbst alles, was ich brau­che, auf der ande­ren Sei­te kom­men auch die­je­ni­gen mit spe­zi­el­len Ansprü­chen auf ihre Kos­ten. Die Anschaf­fung eines Basis­pa­ke­tes lohnt sich in jedem Fall – eben weil es für jeden Bedarf genau die rich­ti­ge Zusam­men­stel­lung gibt.

Simon Birr

Über den Autor

Simon Birr nutzt Logos Bibelsoftware seit 14 Jahren. Er ist Online-Pastor, Teil der betaKirche (www.betakirche.de), Blogger (www.sbirr.de) und christlicher YouTuber (https://youtu.be/67i7XMcLBQY).

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