Das lebendige Wort: Auslegungsreihe zum Alten Testament von Jakob Kroeker

Von Eduard Klassen

Kommentar

Neues Licht in das Alte Testament

Der 1872 gebo­re­ne Ver­fas­ser Jakob Kro­eker war Pre­di­ger, Bibel­leh­rer, Mit­be­grün­der und Mis­si­ons­di­rek­tor vom Mis­si­ons­werk Licht im Osten. Zu sei­nem Lebens­werk gehö­ren fast 70 Bücher und zahl­rei­che Zeit­schrif­ten­ar­ti­kel. Er ist in Süd­russ­land gebo­ren und hat einen deutsch-men­no­ni­ti­schen Hin­ter­grund und auch sei­ne Beru­fung zum Pre­di­ger ging von den Men­no­ni­ten­ge­mein­den in Russ­land aus. Somit war sein Weg vor­ge­zeich­net. Die Begeg­nung mit dem weit gereis­ten Pre­di­ger Fried­rich Wil­helm Baede­ker waren weg­wei­send für sei­nen wei­te­ren geist­li­chen Lebens­weg. Nach der Aus­wan­de­rung nach Wer­ni­ge­ro­de im Harz im Jahr 1910 boten sich ihm vie­le neue Auf­ga­ben und wert­vol­le Kon­tak­te, die sei­nen Wer­de­gang als Theo­lo­gen ent­schei­dend mitprägten.

Wäh­rend des 1. Welt­kriegs wur­de sein Auf­ent­halt und sein Ver­hal­ten durch die Poli­zei über­wacht und er durf­te Wer­ni­ge­ro­de nicht ohne behörd­li­che Geneh­mi­gung ver­las­sen. Die­se Zeit nutz­te er für theo­lo­gi­sche Stu­di­en mit dem Schwer­punkt Altes Tes­ta­ment. Damals bau­te er sich ein soli­des Fun­da­ment für sei­ne spä­te­re schrift­stel­le­ri­sche Tätig­keit. Auto­di­dak­tisch eig­net er sich das bibli­sche Hebrä­isch an. Ab 1917 ergreift er die Mög­lich­keit, an der Ber­li­ner Uni­ver­si­tät zwei Semes­ter Theo­lo­gie zu stu­die­ren. Hier lernt er den Theo­lo­gen Adolf Deiss­mann ken­nen, den man gern als geist­li­chen Vater Jakob Kro­ekers bezeichnet.

Wäh­rend der Ber­li­ner Jah­re reif­te der Plan, eine popu­lä­re Arbeit über das Alte Tes­ta­ment zu schrei­ben. Was zunächst als Bro­schü­re erschien, ent­wi­ckel­te sich mit den Jah­ren zu einer 13-bän­di­gen Aus­ga­be mit je ca. 400 Sei­ten und wur­de unter dem Namen Das leben­di­ge Wort ver­öf­fent­licht. Es war auf einer Rei­se nach Ägyp­ten und Isra­el, als er die Bän­de 6, 7 und 8 vor­be­rei­te­te. Bis 1936 erschie­nen die ers­ten acht Bän­de. Bereits 1937 berei­te­te er die 2. Auf­la­ge der ers­ten fünf Bän­de vor. Wegen poli­ti­schen Ver­än­de­run­gen zur Zeit des Drit­ten Rei­ches wur­de die Her­aus­ga­be der rest­li­chen Bän­de unmöglich.

Im Vor­wort zum ers­ten Band beschreibt Kro­eker sein Anlie­gen mit die­ser Rei­he wie folgt:

Wel­che Anre­gun­gen gera­de die wis­sen­schaft­li­chen Kom­men­tar­wer­ke und die ent­spre­chen­den Wör­ter­bü­cher viel­fach auch dem Ver­fas­ser für sei­ne Arbeit gege­ben haben, wird jeder Fach­kun­di­ge mer­ken. Und doch hofft der Ver­fas­ser sei­nen eige­nen Weg gegan­gen zu sein. Theo­lo­gisch könn­te die gan­ze Arbeit mehr als Ver­such einer alt­tes­ta­ment­li­chen Theo­lo­gie unter heils- und reichs­ge­schicht­li­chem Aspekt ange­se­hen wer­den, wie sie sich mir auf Grund jah­re­lan­ger Beschäf­ti­gung mit dem Offen­ba­rungs­ge­halt des Alten Tes­ta­ments erge­ben hat.“

Tod und Vermächtnis von Jakob Kröker

Am 12. Dezem­ber 1948 stirbt Jakob Kro­eker. Sei­ne Krank­heit mach­te es ihm unmög­lich, die rest­li­chen Bän­de fer­tig­zu­stel­len. Pas­tor Lic. Hans Bran­den­burg führt sei­ne Arbeit wei­ter, über­ar­bei­tet die vor­han­de­nen Bän­de und ver­voll­stän­digt die Rei­he im Sin­ne Kroekers.

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Quel­len:
Armin Jet­ter (Hrsg.): Leben­di­ge Wor­te: Jakob-Kro­eker-Bre­vier, 2008.
Hans Bran­den­burg: Jakob Kro­eker, 1957.

Eduard Klassen

Über den Autor

Nimm und lies zuerst die Bibel und dann gute christliche Literatur. Das möchte ich selbst immer wieder tun und andere dazu motivieren. Privat blogge ich unter nimm-lies.de. Auf Twitter erreichbar unter @eddi_klassen.

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