Mit Bengel die Bibel wortgetreu übersetzen

Von martinschroeder

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Johann Albrecht Bengel (1687–1752)

Wen­de dich ganz dem Text zu – die gan­ze Sache wen­de auf dich an” (Te totum app­li­ca ad tex­t­um – rem totam app­li­ca ad te) – das ist einer der mar­kan­tes­ten Aus­sprü­che des schwä­bi­schen Theo­lo­gen Johann Albrecht Ben­gel, der einer der Mit­be­grün­der der Text­kri­tik war und als einer der wich­tigs­ten Theo­lo­gen des würt­tem­ber­gi­schen Pie­tis­mus gilt. Er ver­öf­fent­lich­te 1734 eine text­kri­ti­sche Aus­ga­be des Neu­en Tes­ta­ments, 1742 sein wich­tigs­tes Werk, den “Zei­ger” (Gno­mon), der, wie der Zei­ger der Son­nen­uhr, auf die Heils­ge­schich­te und ihr der­zei­ti­ges Sta­di­um hin­wei­sen soll­te. In sei­ner Schrift “Erklär­te Offen­ba­rung Johan­nis” mach­te er sei­ne welt­be­we­gen­de Berech­nung für das Datum der Wie­der­kunft Chris­ti, von der wir seit dem 18. Juni 1836 wis­sen, dass es nicht gestimmt hat. Das schmä­lert aber Ben­gels Lebens­leis­tun­gen keineswegs.

Ben­gel hat sich lebens­lang mit der Über­set­zung des Neu­en Tes­ta­ments beschäf­tigt. Im Jahr 1753 erschien sei­ne Über­set­zung des Neu­en Tes­ta­ments mit “dien­li­chen Anmer­kun­gen”, die Kurz­fas­sun­gen sei­ner Wer­ke in kur­zen Anmer­kun­gen ent­hält. Die­se Aus­ga­be ist seit lan­gem ver­grif­fen und kaum mehr erhält­lich, obwohl sie 1974 noch ein­mal vom Häns­s­ler Ver­lag (damals noch Neu­hau­sen-Stutt­gart) auf­ge­legt wur­de. In die­ser Aus­ga­be schreibt Ben­gel in der Vor­re­de eine gro­ße Abhand­lung über die Über­set­zung des Neu­en Tes­ta­ments. Sei­ne “neun Regeln”, die er unter dem Punkt X anführt, will ich im Fol­gen­den zusam­men­fas­sen und behut­sam kommentieren.

9 Regeln zur Übersetzung des Neuen Testaments nach Bengel

Ben­gel schreibt zur Ein­lei­tung die­ses zehn­ten Abschnitts sei­ner Vorrede:

Die­sorts läßt sich nicht die gan­ze Leh­re von der rech­ten Manier zu über­set­zen mit allen ihren Regeln aus­füh­ren; doch will ich deren etli­che, die ich inson­der­heit zu beob­ach­ten für nötig gehal­ten habe, anzei­gen und auf gehö­ri­ge Wei­se erläutern.”

Dar­auf folgt die ers­te Regel:

1. Eine Übersetzung muss sich auf einen genau revidierten Originaltext gründen.

Das bedeu­tet in Kür­ze: Ein Text, der nach den Regeln der Text­kri­tik zusam­men­ge­stellt wur­de. Hier­zu zäh­len heu­te vor allem der Nestle/​Aland (NA) und das Greek New Tes­ta­ment (GNT). Die neu­tes­ta­ment­li­che Text­kri­tik wird von den For­schungs­er­geb­nis­sen des von Kurt und Bar­ba­ra Aland begrün­de­ten Insti­tuts für neu­tes­ta­ment­li­che Text­for­schung, wel­ches den alex­an­dri­ni­schen Text bevor­zugt. Aller­dings wird die Gewich­tung der ver­schie­de­nen Hand­schrift­en­tra­di­tio­nen in der neu­tes­ta­ment­li­chen Wis­sen­schaft durch­aus kon­tro­vers diskutiert.

Die grund­sätz­li­che Ent­schei­dung für den alex­an­dri­ni­schen Text­ty­pus und gegen den byzan­ti­ni­schen Reichs­text, der auch Mehr­heits­text genannt wird, bei den vor­herr­schen­den Text­aus­ga­ben ist nicht unum­strit­ten; eini­ge Theo­lo­gen mei­nen, der alex­an­dri­ni­sche Text sei das Ergeb­nis einer theo­lo­gisch moti­vier­ten Kür­zungs­ar­beit. In der Pra­xis wer­den wir sel­ten die Zeit fin­den, eine aus­führ­li­che text­kri­ti­sche Vor­ar­beit bei der Pre­digt­vor­be­rei­tung zu leis­ten. Bei umstrit­te­nen Stel­len soll­ten wir uns aber wirk­lich die Mühe machen, zu unter­su­chen, wel­che der Vari­an­ten am Wahr­schein­lichs­ten ist, ins­be­son­de­re dann, wenn NA oder GNT gegen den kirch­lich eta­blier­ten Text (heut­zu­ta­ge über­wie­gend der alex­an­dri­ni­sche Text, Aland fol­gend) ent­schei­den, wie z.B. beim Markusschluss.

2. Die einzige wesentliche Eigenschaft einer Übersetzung ist die Ähnlichkeit mit dem Original.

Aus­führ­lich schreibt Ben­gel hier: “Eine Über­set­zung muss dem Leser in sei­ner See­le und deren inners­ten Kräf­ten eben den Ein­druck in der Haupt­sa­che und, soviel mög­lich, in allen, auch kleins­ten Neben­sa­chen geben, wie das Ori­gi­nal selbst; […] Man muss nichts dazu­set­zen, nichts zurück­set­zen, nichts anders set­zen, son­dern über­set­zen.

Dazu gehö­ren für Ben­gel “die eigent­li­che Bedeu­tung und Kraft der Wor­te, die das Ori­gi­nal dem Über­set­zer in den Mund legt.” Es geht also um das sorg­fäl­tigs­te Stu­di­um der Bedeu­tung der grie­chi­schen Begrif­fe, “in Betrach­tung, dass so viel der Him­mel höher ist als die Erde, so viel ist Got­tes Spra­che höher als der Men­schen Sprach­küns­te.” Weil Ben­gel von einem “hebrä­isch-grie­chisch” im NT aus­geht, also einem durch das Hebräi­sche gefärb­ten Grie­chisch mit vie­len Hebrais­men, sind auch die hebräi­schen Begrif­fe hin­ter den grie­chi­schen wich­tig. Die Zusam­men­hän­ge kann man bspw. dadurch erken­nen, wenn man die Sep­tu­ag­in­ta (LXX) mit der hebräi­schen Bibel (BH) vergleicht.

Wenn Ben­gel, der noch kein Logos hat­te, sich die­ser Mühe unter­zog, um wie viel mehr soll­ten wir das auch tun, die wir in Logos einen Schatz an Res­sour­cen zum Wort­stu­di­um haben. Die Wor­te sol­len in ihrer Eigen­art nach dem Hebräi­schen beur­teilt wer­den, wie z.B. bib­los gene­se­os in Mt 1,1 als Geschlechts­re­gis­ter gemäß dem hebräi­schen told­ot. Den­noch lehnt Ben­gel eine strik­te kon­kor­dan­te Über­set­zung ab, weil das auch die Apos­tel nicht strikt getan haben.

3. Eine Übersetzung darf nicht dunkler, aber auch nicht deutlicher; nicht schwächer, aber auch nicht heftiger; nicht härter, aber auch nicht zierlicher sein als das Original.

Damit meint Ben­gel: Wenn eine Aus­sa­ge im Ori­gi­nal­text mehr­deu­tig ist, darf sie in der Über­set­zung nicht ein­deu­tig wer­den, indem die ande­ren mög­li­chen Deu­tun­gen der Stel­le durch die Über­set­zung nicht mehr erkenn­bar sind. Es darf aber auch nicht umge­kehrt gesche­hen, dass eine ein­deu­ti­ge Aus­sa­ge in der Über­set­zung plötz­lich mehr­deu­tig wird.

Ben­gel führt hier als Bei­spiel das “aus Glau­ben” in Rö 1,17; Gal 3,11 und Heb 10,38 an, das sich im Grie­chi­schen sowohl mit dem Vor­her­ge­hen­den als auch mit dem Nach­fol­gen­den ver­bin­den lässt. Hier darf der Über­set­zer “dem Leser nicht vor­grei­fen, son­dern die Wahl frei las­sen; wie­wohl er her­nach auch sei­ne eigent­li­che Mei­nung durch Anmer­kun­gen an den Tag legen” kann.

4. Eine Übersetzung muss bei uns nicht undeutsch, sie darf aber auch nicht gar zu gut deutsch sein.

Ben­gel erklärt dies mit die­sem Bei­spiel: “In der Über­set­zung Luthers sind vie­le hebrä­isch-grie­chi­sche Redens­ar­ten, die uns wegen lang­wäh­ren­der Gewohn­heit nicht mehr befrem­den; und die­se sol­len wir nicht ändern, son­dern uns viel­mehr auch an die übri­gen gewöh­nen”, wie man das mit der Zeit auch getan hat. Neben der Nähe zum Text for­dert Ben­gel also auch eine Nähe zur Über­set­zungs­tra­di­ti­on, vor allem im kirch­li­chen Gebrauch.

Man kann dar­über uneins sein, ob die­ser Satz heu­te noch gül­tig ist, weil eben vie­le Men­schen gar kei­ne Bibel­über­set­zung mehr im Ohr haben. Für mich ist jedoch die Luther­bi­bel nach wie vor die bes­te Wahl für den kirch­li­chen Gebrauch, und jede Kir­che soll­te schau­en, wel­che Bibel­über­set­zung bei ihr tra­di­tio­nell ist (Elber­fel­der, Schlach­ter). Es emp­fiehlt sich aber die­se Regel im Klei­nen: Jede kirch­li­che Ein­heit, min­des­tens jede Gemein­de, soll­te eine Bibel­über­set­zung haben, die im Got­tes­dienst die Grund­la­ge ist. Abwei­chun­gen von die­sem Text soll­ten dann, falls es rele­vant ist, in der Pre­digt erwähnt wer­den. Aber unse­re Gemein­den soll­ten die Gele­gen­heit haben, sich an einen bestimm­ten Text­stil zu gewöh­nen, sonst ver­lie­ren wir die Bibel auch aus unse­ren Herzen.

5. Eine Übersetzung soll lauter und mit anderen Sprachen auf das sparsamste vermengt sein.

Hier meint Ben­gel nicht eine “rei­ne, deut­sche Über­set­zung” ohne Fremd­wör­ter, beson­ders Angli­zis­men, son­dern das unnö­ti­ge Ein­fü­gen von grie­chi­schen oder hebräi­schen Begrif­fen. Die Spra­che soll so weit dem Sprach­ge­brauch ange­passt wer­den, dass sie vom Hörer ohne Pro­ble­me ver­stan­den wird. Gegen Wor­te wie “Chris­tus”, “Rab­bi” oder auch “Mara­natha” hat er nichts einzuwenden.

6. Wo an einer Stelle ein einzelnes Wort, oder solche Wörter, die einerlei Stammwort haben, im Original öfters wiederholt werden; und zwar so, dass die Wiederholung sich auf das Vorhergehende, auch nach einer guten Weile, bezieht, so muss die Übersetzung so viel wie möglich auch mit einerlei Wort bestritten werden. Hingegen, wo in dem Original unterschiedliche Worte sind, da soll die Übersetzung auch unterschiedliche Worte führen.

Es lohnt sich, die­se sechs­te Regel in ihrer vol­len Län­ge wie­der­zu­ge­ben. Ben­gel stellt hier den Grund­satz auf: Glei­che Wor­te im Grie­chi­schen sol­len auch mit den glei­chen Wor­ten im Deut­schen über­setzt wer­den. Er führt eini­ge Bei­spie­le an, wie z.B. aga­thos (Ben­gel: gut) und kalos (Ben­gel: fein) oder eth­ni­koi (Hei­den), eth­nos (Nati­on) und laos (Volk). Hier­zu auch mein Bei­spiel aus dem Bei­trag über die Luther­bi­bel: Das peri­pa­teo (wan­deln) in Eph 2,2 und 2,10 bil­det als Inclu­sio einen Rah­men um den Abschnitt. Hier soll­te nicht mit zwei ver­schie­de­nen deut­schen Wör­tern über­setzt wer­den (LU84: V. 2 gelebt habt, V. 10 wan­deln), son­dern, wie das in LU2017 wie­der rich­tig gemacht wird auch in V. 2 mit “wan­deln”.

Mei­ner Mei­nung nach soll­te ver­sucht wer­den, in einem mög­lichst gro­ßen Sinn­zu­sam­men­hang glei­che Wor­te mit glei­chen zu über­set­zen. Wer sich aller­dings mit dem Ver­hält­nis zwi­schen LXX und BH beschäf­tigt, wird mer­ken, dass die LXX zwar eini­ge, zen­tra­le Wor­te mit den­sel­ben grie­chi­schen Wor­ten über­setzt, aber bei ande­ren wich­ti­gen Wor­ten ver­schie­de­ne grie­chi­sche Wor­te ver­wen­det. Aber die Über­set­zungs­ge­nau­ig­keit soll­te, wenigs­tens zur Vor­be­rei­tung zur Exege­se, mög­lichst 1:1 sein, auch wenn die­se ers­te Arbeits­über­set­zung nicht zum Vor­le­sen im Got­tes­dienst geeig­net sein wird.

7. Eine Übersetzung muss der Rede keine andere Emphase oder Nachdruck geben, als es im Original ist; hingegen aber auch wahre Emphasen nicht unterschlagen.

Dies ist schon in der drit­ten Regel, wie die drit­te in der zwei­ten begrif­fen”, schreibt Ben­gel hier­zu und weist auf den Zusam­men­hang der ver­schie­de­nen Regeln hin. Er lehnt hier wört­li­che Über­set­zun­gen ab, die in der deut­schen Ver­si­on eine Sache über­mä­ßig beto­nen, die im Ori­gi­nal gar nicht so her­vor­ge­ho­ben sind. Wört­li­che Über­set­zung heißt eben nicht nur Wort-für-Wort-Über­set­zung. Man muss auch den Zusam­men­hang berück­sich­ti­gen, um eine mög­lichst genaue Über­set­zung zu bekommen.

8. Eine Übersetzung muss bei der Ordnung der Worte bleiben, soviel es die Muttersprache verträgt.

Ben­gel führt hier als Bei­spiel unter ande­ren die For­mu­lie­rung “Him­mel und Erde” an, wel­che die übli­che ist und auch in die­ser Ord­nung in unse­re Sprach­ge­wohn­heit über­ge­gan­gen ist. Wenn aller­dings die For­mu­lie­rung im Ori­gi­nal “Erde und Him­mel” lau­tet, so muss man in der Über­set­zung auch die­se Ord­nung bei­be­hal­ten. Ein ande­res Bei­spiel ist Joh 14,1, wo der Ori­gi­nal­text lau­tet: πιστεύετε εἰς τὸν θεὸν καὶ εἰς ἐμὲ πιστεύετε. Das über­setzt die Luther­bi­bel: “Glaubt an Gott und glaubt an mich!”

Ben­gel will dage­gen an der Rei­hen­fol­ge im Ori­gi­nal fest­hal­ten: “Glau­bet an Gott, und an mich glau­bet.” Auch hier sagt er: Wir sol­len es dann dem Leser der Über­set­zung über­las­sen, ob er “in sol­cher Ord­nung” etwas suchen will oder nicht. “Auf die­sen Punkt wird wohl das meis­te ankom­men, was dem Leser an mei­ner Über­set­zung fremd vor­kom­men möch­te.

9. Eine Übersetzung soll die Artikel, Pronome, Partikel, Tempora, Verben in der Medialform und anderes bald mit einer verständigen Freiheit, bald auf das genaueste auflegen.

Weil das Set­zen des Arti­kels im Ori­gi­nal­text (wie z.B. Mt 1,23; 5,35; 6,6, usw. gegen Joh 5,27; 13,2 u.ö., wo er nicht ver­wen­det wird) oft einen Unter­schied macht, soll­te man dem auch in der Über­set­zung fol­gen. Anders ist es beim Set­zen des Per­so­nal­pro­no­mens, das im Grie­chi­schen meist eine Her­vor­he­bung bedeu­tet, wäh­rend es bei uns uner­läss­lich ist. Ben­gel sagt, er habe die Ver­hält­nis­wör­ter “nicht nach dem Wör­ter­ver­zeich­nis, son­dern nach ihrer eigent­li­chen Kraft” ver­deut­schen wol­len, also nach dem Gewicht, das sie in der jewei­li­gen Aus­sa­ge haben.

Ich habe hier nur die Regeln Ben­gels ange­führt, ohne die zahl­rei­chen Bei­spie­le, die er noch dazu setzt. Die­se Bei­spie­le sind äußerst wert­voll, aber sie wür­den den eigent­li­chen Rah­men die­ses Arti­kels spren­gen. Wer aber den gan­zen Text lesen will, möge ver­su­chen, die gan­ze Vor­re­de zu bekom­men. Der Titel des Wer­kes, aus dem ich die­se Aus­füh­run­gen exzer­piert und kom­men­tiert habe, heißt: “Das Neue Tes­ta­ment über­setzt und mit Anmer­kun­gen ver­se­hen von Johann Albrecht Ben­gel”, Häns­s­ler-Ver­lag Neu­hau­sen-Stutt­gart 1974. Das Ori­gi­nal heißt: “Das Neue Tes­ta­ment, zum Wachs­tum in der Gna­de und der Erkännt­niß des Herrn Jesu Chris­ti nach dem revi­dir­ten Grund­text über­setzt und mit dien­li­chen Anmer­kun­gen beglei­tet von D. Johann Albrecht Ben­gel.” Stut­gart, bey Johann Bene­dict Metz­ler. 1753.

Fazit

Ben­gel ermu­tigt uns dazu, auf­merk­sam und genau aus dem Ori­gi­nal­text zu über­set­zen. Er grenzt sich dabei einer­seits von einer wort­wört­li­chen, kon­kor­dan­ten Über­set­zung ab als auch von einer frei­en, mög­lichst leicht les­ba­ren Über­tra­gung. Ben­gel ermahnt sei­ne Leser, wort­ge­treu zu über­set­zen, unter­schied­li­che Wor­te unter­schied­lich zu über­set­zen, aber auch den Kon­text zu berück­sich­ti­gen und die Wor­te nicht blind zu über­set­zen, son­dern abzu­wä­gen, wie der Sinn des Tex­tes mit all sei­nen Nuan­cen am genau­es­ten und bes­ten in die Über­set­zung ein­flie­ßen kann. Man muss nicht mit allem einig sein, was der gro­ße Meis­ter uns vor­ge­macht hat, aber auf dem Weg zu einer seriö­sen Über­set­zung kommt man auch heu­te nicht an dem gro­ßen Kir­chen­va­ter des 18. Jahr­hun­derts vorbei.

martinschroeder

Über den Autor

Martin Schröder, Jahrgang 1961, ist evangelischer Diplomtheologe, Religionslehrer an öffentlichen Schulen und beschäftigt sich intensiv mit den biblischen Ursprachen. Außerdem ist er in der Gemeindeleitung des Württ. Christusbundes in der Nähe seines Wohnortes und als Laienprediger unterwegs.

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  1. Vie­len Dank für die­sen sehr guten Beitrag.
    Mich inter­es­siert, wel­che Regeln ein­ge­setzt wber­den zum Bei­spiel für die Psal­men, wo es neben der Pre­dig­bar­keit auch um die Sing­bar­keit geht. In den hebräi­sie­ren­den Text­aus­ga­ben von Naph­ta­li Herz Tur Sinai für den Neu­en Bund, als auch von Stern im Alten Bund geht es auch dar­um, die­ses Sprach­ge­fühl in´s Deut­sche zu dislozieren.
    Eine wei­te­re Fra­ge habe ich zur Stutt­gar­ter Jubi­lä­ums­bi­bel mit erläu­tern­den Kom­men­ta­ren. Inwie­weit fär­ben die Bengel´sche Text­kri­tik und die spä­ter ent­wi­ckel­te hohe deut­sche Text­kri­tik auf die­se auch regio­nal durch den Pie­tis­mus gepräg­te Über­lie­fe­rung in der Über­set­zung wie Aus­le­gung ab?
    Drit­te Fra­ge bzw Anmer­kung, ‑weil ich bis­her nur mit der alten Libro­nix Logos Gold edi­ti­on plus Hänssler´s Kom­men­ta­ren gear­bei­tet habe‑, wie las­sen sich sol­che Unter­schie­de und aber auch Frei­hei­ten in online Leh­re auch für eng­lisch­spra­chi­ges Audi­to­ri­um am Bes­ten dar­stel­len und präsentieren?

    1. Hal­lo Uwe,
      mein Blog­bei­trag fasst wirk­lich nur das zusam­men, was Ben­gel über die Über­set­zung des Neu­en Tes­ta­ments sagt. Über die Wir­kungs­ge­schich­te kann ich lei­der kei­ne Aus­kunft geben, das wäre ein ganz eige­nes The­ma. Ent­schul­di­ge bit­te, dass die Ant­wort von mir erst so spät kommt, ich war län­ge­re Zeit krank und hat­te danach viel auf­zu­ar­bei­ten. Herz­li­che Segens­wün­sche. Martin

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