Wie können wir wissen, wie Gott wirklich ist?

Von Manuel Becker

Charakter Gottes

Jeder Mensch hat ein indi­vi­du­el­les Got­tes­bild. Die­ses Got­tes­bild beein­flusst das gesam­te Leben, wie auch die moder­ne Gehirn­for­schung beweist. Selbst durch die Bibel kön­nen wir zu unter­schied­li­chen Got­tes­bil­dern gelan­gen. Wie kön­nen wir jedoch wis­sen, wie Gott wirk­lich ist? Lesen Sie in nur 15 Minu­ten, wel­che Offen­ba­rung Got­tes alle ande­ren über­trumpft und somit ein­deu­tig klar­macht, wie Gott wirk­lich ist. 

Erkenntnisse der Gehirnforschung zum Thema Gottesbild

Timo­thy R. Jen­nings, ein christ­li­cher Psych­ia­ter, weist in sei­nem Buch „The God-Shaped Brain“ nach, dass unser Got­tes­bild ent­we­der zur „Hei­lung von Geist, Kör­per und Bezie­hun­gen“ führt oder „Schmerz, Leid und sogar den Tod brin­gen kann“. Dies ist der Fall, weil sich unser Gehirn an unser Got­tes­bild anpasst. Was wir über Gott glau­ben, wird unser Gehirn neu struk­tu­rie­ren und dadurch unser gesam­tes Leben beeinflussen.

Unser Gottesbild bestimmt, wen wir anbeten: Gott oder uns selbst

Gott zu ken­nen, steht im Zen­trum des christ­li­chen Glau­bens. Wenn wir Gott nicht wirk­lich ken­nen, dann beten wir ein Got­tes­bild an, wel­ches wir uns selbst zusam­men­ge­baut haben. So ein selbst zusam­men­ge­bas­tel­ter Gott ähnelt oft mehr uns selbst als dem einen wah­ren Gott, der in kei­ne Box reinpasst.

Es gibt vie­le unter­schied­li­che Got­tes­bil­der und Vor­stel­lun­gen von Got­tes Cha­rak­ter in christ­li­chen Krei­sen. Wie kön­nen wir wis­sen, wie Gott wirk­lich ist? Was ist der Maß­stab, an dem wir unter­schied­li­che Got­tes­bil­der bewer­ten? Gibt es eine Offen­ba­rung Got­tes, die alle ande­ren übertrumpft?

Wie können wir wissen, wie Gott wirklich ist?

Johannesevangelium

In sei­nem Evan­ge­li­um betont Johan­nes mehr­fach, dass nie­mand jemals Gott gese­hen hat (Joh 1,18; 5,37; 6,46) und dies, obwohl Mose mit Gott von Ange­sicht zu Ange­sicht gere­det hat (Ex 33,11). Im Kon­trast dazu betont Jesus, dass er und der Vater eins sind und dass jeder, der ihn sieht, den Vater sieht (Joh 10,30; 12,45; 14,9).

Johan­nes ist es wich­tig, dass Got­tes Wesen nicht klar erkenn­bar war vor Jesu Wir­ken auf Erden. Nie­mand hat Gott jemals gese­hen, des­halb haben die meis­ten Israe­li­ten Jesus auch nicht als Mes­si­as erkannt. Allein durch Jesu Leben und Leh­re kön­nen wir klar den Vater sehen und erken­nen, wie Gott wirk­lich ist.

Paulus

Pau­lus deu­tet einen ähn­li­chen Gedan­ken in 2 Kor 3,14–15 (NGÜ) an:

Aber sie waren ver­här­tet und wie mit Blind­heit geschla­gen. Bis zum heu­ti­gen Tag liegt, wenn aus ´den Schrif­ten‚ des alten Bun­des vor­ge­le­sen wird, die­se Decke ´über ihrem Ver­ständ­nis‚ und wird nicht weg­ge­nom­men. … Jedes Mal, wenn aus ´dem Gesetz‚ des Mose vor­ge­le­sen wird, liegt also eine Decke auf ihren Her­zen; dar­an hat sich bis heu­te nichts geändert.

Pau­lus macht klar, dass die­se Decke nur ent­fernt wer­den kann, wenn wir auf Chris­tus schau­en und uns ihm zuwen­den (2 Kor 3,14+16+18). Das Wesen Got­tes wird allein sicht­bar in Jesus, der Got­tes Eben­bild ist (2 Kor 3,18).

Pau­lus und Johan­nes sind sich einig: allein in Jesus ist klar erkenn­bar, wie Gott wirk­lich ist. Die­ser Gedan­ke taucht im Neu­en Tes­ta­ment immer und immer wie­der auf.

In Joh 1,18 macht Johan­nes klar, dass nie­mand Gott jemals gese­hen hat, aber Jesus uns Gott offen­bart hat. Bru­xy Cavey erklärt, dass das Wort „Exege­se“ und das grie­chi­sche Wort für „offen­bart“ (ἐξηγέομαι exē­geo­mai) die glei­che Wur­zel haben und beschreibt Jesus dem­nach als Got­tes ulti­ma­ti­ve Aus­le­gung und Beschrei­bung sei­ner selbst (Cavey 2017:57).

Hebräerbrief

Jesus ist „das voll­kom­me­ne Abbild von Got­tes Herr­lich­keit, der unver­fälsch­te Aus­druck sei­nes Wesens“ (Hebr 1,3, NGÜ).

F. F. Bruce erklärt, dass der Begriff „Aus­druck sei­nes Wesens“ ver­mut­lich aus dem Bereich der Münz­prä­gung kam.

Jesus ist das Eben­bild des Wesens Got­tes – der Abdruck sei­nes Wesens. So wie das Bild und die Auf­schrift auf einer Mün­ze genau mit dem Prä­ge­stem­pel über­ein­stim­men, so trägt der Sohn Got­tes ‚den Stem­pel Got­tes Wesens’“ (1990:48).

Adolf Schlat­ter schließt aus Hebr 1,3:

Des­halb ist er [Jesus] grö­ßer als die Pro­phe­ten; denn Got­tes Offen­ba­rung geschieht nicht bloß durch ihn oder an ihm; er ist sie, wes­halb auch sein Wort über dem Wort aller ande­ren Boten Got­tes steht. Und weil nur er mit Got­tes Herr­lich­keit und Wesen eins ist, des­we­gen sind alle Din­ge ihm und nur ihm zum Erbe gege­ben, und des­halb sind sie auch durch ihn geschaf­fen; denn Gott wird offen­bar in ihm“ (1954:192).

Jesus, das perfekte Gottesbild

Kol 1,15–20 wird oft als Chris­tus-Hym­nus bezeich­net. Die­se Ver­se waren ver­mut­lich eine Art Hym­ne der ers­ten Chris­ten und ein Bekennt­nis ihrer Chris­to­lo­gie. Pau­lus nutz­te die­se Hym­ne „als unbe­strit­te­ne Basis der Argu­men­ta­ti­on“ (Maisch 2003:78).

Auch in die­ser frü­hen Chris­to­lo­gie wird Jesus als Abbild des unsicht­ba­ren Got­tes ver­stan­den (Kol 1,15). N. T. Wright ver­sucht die Idee hin­ter dem Text mit einem Bild zu beschreiben:

Wenn wir auf Jesus schau­en, ent­de­cken wir, wer Gott ist. Er ist „das Eben­bild Got­tes, des Unsicht­ba­ren“. Nie­mand hat Gott je gese­hen, aber in Jesus ist er uns nahe gekom­men und einer von uns gewor­den. Wenn jemand im Raum neben mir sitzt, kann ich ihn nicht sehen, weil eine Wand im Weg ist.

Aber wenn im Kor­ri­dor ein Spie­gel steht, dann kann ich aus mei­ner Türe schau­en und im Spie­gel das Spie­gel­bild der Per­son sehen, die im nächs­ten Raum sitzt. Eben­so ist Jesus das Spie­gel­bild des Got­tes, der zwar da ist, aber den wir in der Regel nicht sehen kön­nen. … Aber in Jesus schau­en wir den wah­ren Gott per­sön­lich an“ (2018:182).

Ist Jesus die höchste Offenbarung Gottes?

Jesus hat uns Got­tes Wesen offen­bart. Aber inwie­fern ist sei­ne Offen­ba­rung höher oder wich­ti­ger als das, was im Alten Tes­ta­ment von Gott offen­bart wor­den ist? Ist nicht alles in der Bibel gleich wichtig?

In Joh 5,36 sagt Jesus, dass sein Zeug­nis grö­ßer ist als das von Johan­nes dem Täu­fer. In Mt 11,11 wird Johan­nes als der Größ­te aller bis­her gebo­re­nen Men­schen bezeich­net. Damit ist Johan­nes grö­ßer als alle ande­ren Pro­phe­ten des Alten Tes­ta­ments, aber das Zeug­nis Jesu ist grö­ßer als das des Johannes.

Die­sel­be Idee ist in der Ver­klä­rung Jesu auf dem Berg zu fin­den (Lk 9,28–36). Mose, der für das alt­tes­ta­ment­li­che Gesetz steht und Eli­ja, der für die Pro­phe­ten steht, erschei­nen auf dem Berg und Gott spricht zu den Jün­gern und gebie­tet ihnen, auf Jesus, sei­nen Sohn, zu hören (V.35).

Damit erhebt Gott sei­nen Sohn Jesus über das Gesetz und die Pro­phe­ten des Alten Tes­ta­ments. Jesus erklär­te, dass die Tho­ra auf ihn ver­weist (Joh 5,39) und erhebt sich damit über die Tho­ra. Der­sel­be Gedan­ke wird im Hebrä­er­brief kom­mu­ni­ziert, indem Jesus mit der Tho­ra, Mose, Mel­chise­dek und dem Opfer­sys­tem ver­gli­chen wird. Der Autor des Hebrä­er­brie­fes lässt kei­nen Zwei­fel, dass Jesus über sie alle erha­ben ist und sie alle übertrifft.

Jesus allein offenbart uns wie Gott wirklich ist

Jesus ver­kün­de­te, dass nie­mand den Vater kennt außer dem Sohn und die­je­ni­gen, denen der Sohn den Vater offen­bart (Mt 11,27).

Wer Gott ganz ken­nen­ler­nen will, der muss sich an Jesus hal­ten. Da die­ses Wort in Isra­el gespro­chen ist, hat es eine unüber­hör­ba­re Schär­fe: Hat Isra­el den Vater nicht erkannt? Die Psal­men rufen doch: ‚Erkennt, dass ich Gott bin’ (Ps 46,11); ‚Erkennt, dass der HERR Gott ist’ (Ps 100,3). Aber die Weis­heit sagt: ‚Gott tut gro­ße Din­ge und wird doch nicht erkannt’ (Hiob 37,5).“ (Mai­er 2015:646).

Gott ist wie Jesus. Gott war schon immer wie Jesus. Es hat nie eine Zeit gege­ben, in der Gott nicht wie Jesus war. Wir haben nicht immer gewusst, wie Gott ist – aber jetzt wis­sen wir es.“ (Bri­an Zahnd)

God is Christ­li­ke, and in him is no un-Christ­li­keness at all“ (Ram­sey 1969:9) (deutsch: „Gott ist Chris­tus gleich, und in ihm gibt es nichts, was dem Wesen Chris­ti widerspricht“).

Welches Gottesbild hat Jesus offenbart?

Wenn Jesus wirk­lich die höchs­te Offen­ba­rung des Wesens Got­tes ist, dann müs­sen wir uns fra­gen, wie Jesus uns Got­tes Cha­rak­ter offen­bart hat.

Jesus hat in sei­ner Leh­re die Lie­be in den Mit­tel­punkt gestellt (Mt 22,36–40). Dies passt dazu, dass Johan­nes Got­tes Wesen als Aga­pe-Lie­be offen­bart (1 Joh 4,8).

Die Erkennt­nis des Wesens Got­tes, die aus der Per­son und dem Werk Jesu Chris­ti gewon­nen ist, lässt sich ver­dich­ten in dem Satz: ‚Got­tes Wesen ist Lie­be’. … Aber in der Aus­sa­ge: ‚Gott ist Lie­be’ ver­dich­tet sich eine Fül­le bibli­scher, kirch­li­cher und theo­lo­gi­scher Aus­sa­gen über Gott. 

D.h., sie ist trotz der Ein­zig­ar­tig­keit ihrer For­mu­lie­rung kei­nes­wegs eine iso­lier­te, ein­ma­li­ge, sozu­sa­gen zufäl­li­ge Aus­sa­ge, son­dern bringt – im Blick auf das Wesen Got­tes – das Wesent­li­che des christ­li­chen Got­tes­ver­ständ­nis­ses zum Aus­druck“ (Här­le 2018:234).

Auch Diet­rich Bon­hoef­fer sah Got­tes Offen­ba­rung in Jesus ganz eng mit Lie­be verknüpft.

So weiß nie­mand was Lie­be ist es sei denn in der Selb­stof­fen­ba­rung Got­tes. So ist also Lie­be Offen­ba­rung Got­tes. Offen­ba­rung Got­tes aber ist Jesus Chris­tus“ (Bon­hoef­fer 2015,337).

Gott ist Liebe

Aga­pe-Lie­be ist ein zen­tra­ler Aspekt von Got­tes Wesen. Das Wir­ken Jesu war aus die­ser Lie­be her­aus gebo­ren und von ihr moti­viert. Damit leb­te Jesus uns vor, wie Aga­pe-Lie­be prak­tisch im Leben aus­sieht und gab uns damit ein Vor­bild, zum Nachfolgen.

Wil­fried Här­le for­mu­liert die­sen Gedan­ken in sei­ner Dog­ma­tik folgendermaßen:

In Jesus Chris­tus, der als inkar­nier­ter Logos mit Gott wesen­seins ist, nimmt Got­tes Wesen mensch­li­che Natur und Gestalt an und offen­bart sich inso­fern in einer irdi­schen, mensch­li­chen, end­li­chen Per­son. Von Jesus Chris­tus kann gesagt wer­den: er ist die gött­li­che Lie­be in Per­son“ (2018:251).

Jesus hat Got­tes Lie­be demons­triert, indem er Fein­des­lie­be gelehrt (Mt 5,44) und vor­ge­lebt hat (Lk 23,34). Er hat sei­ne Jün­ger gelehrt, jeder­zeit zu ver­ge­ben (Mt 18,21–22) und ihnen ver­ge­ben, wenn sie ver­sagt haben (Joh 21,15–17). Unge­rech­tig­keit hat er kri­ti­siert und für die Armen und Unter­drück­ten hat er sich ein­ge­setzt. Jesus war demü­tig (Mk 10,45; Joh 13,2–7; Phil 2,5–11), hat Gewalt abge­lehnt (Mt 5,9+38f; 26,52–54; Joh 18,36) und war vol­ler Erbar­men (Mk 6,34). Er hat­te kei­ne gro­ßen Besitz­tü­mer (Lk 9,58) und hat dadurch gelehrt und vor­ge­lebt, dass es nicht gut ist, sich mit dem Her­zen an Gegen­stän­de und Geld zu hän­gen (Lk 12,15).

Jesus kam, um uns die Augen zu öff­nen, damit wir Gott erken­nen kön­nen (1 Joh. 5,20). Er hat uns Gott als den Gott der Aga­pe-Lie­be offenbart.

Ein positives Gottesbild ist gut für das Gehirn

Die Stu­di­en von Jen­nings, dem christ­li­che Psych­ia­ter, bestä­ti­gen dies. Er schreibt:

[Der Glau­be an einen Gott der Lie­be] „wur­de mit einem Wachs­tum der Prä­fron­tal­kor­tex (der Teil des Gehirns direkt hin­ter der Stirn, in dem wir logisch den­ken, Urtei­le fäl­len und gott­ähn­li­che Lie­be erfah­ren) und einer anschlie­ßen­den erhöh­ten Fähig­keit zu Empa­thie, Sym­pa­thie, Mit­ge­fühl und Nächs­ten­lie­be in Ver­bin­dung gebracht. 

Aber jetzt kommt der erstaun­lichs­te Teil. Wenn wir einen Gott der Lie­be anbe­ten, nimmt nicht nur die Lie­be zu ande­ren Men­schen zu, son­dern auch das schar­fe Den­ken und das Gedächt­nis ver­bes­sern sich. Mit ande­ren Wor­ten: Die Ver­eh­rung eines Got­tes der Lie­be regt das Gehirn tat­säch­lich an, zu hei­len und zu wachsen. 

Wenn wir jedoch einen ande­ren Gott als einen der Lie­be anbe­ten – ein Wesen, das stra­fend, auto­ri­tär, kri­tisch oder distan­ziert ist – wer­den Angst­kreis­läu­fe akti­viert, die, wenn sie nicht beru­higt wer­den, zu chro­ni­schen Ent­zün­dun­gen und Schä­den an Gehirn und Kör­per füh­ren kön­nen. Wenn wir uns vor auto­ri­tä­ren Göt­tern ver­nei­gen, wird unser Cha­rak­ter lang­sam so ver­än­dert, dass er immer weni­ger wie Jesus ist” (Jen­nings, 2013:Kapitel 1).

Wir wol­len wis­sen wie Gott ist? Dann müs­sen wir auf Jesus schau­en! Er ist das per­fek­te Got­tes­bild. Jesus allein offen­bart uns, wie Gott wirk­lich ist.

Folgende exzellente Kommentarreihen wurden bei den Recherchen für

diesen Artikel benutzt:

Schlatter

Schlat­ters Erläu­te­run­gen zum Neu­en Tes­ta­ment (Adolf Schlatter)

ThKNT

Das Neue Tes­ta­ment für heu­te (N.T. Wright)

HTA

His­to­risch Theo­lo­gi­sche Aus­le­gung (HTA)

NICNT Logos

New Inter­na­tio­nal Com­men­ta­ry: New Testament

Bibliografie:

Bon­hoef­fer, D. (2015). Ethik. (I. Tödt, H. E. Tödt, E. Feil, & C. Green, Eds.) (Son­der­aus­ga­be, Vol. 6). Güters­loh: Güters­lo­her Verlagshaus.

Bruce, F. F. (1990). The Epist­le to the Hebrews (Rev. ed.). Grand Rapids, MI: Wm. B. Eerd­mans Publi­shing Co.

Cavey, B. (2017). REUNION. Har­ri­son­burg: Herald Press.

Här­le, W. (2018). Dog­ma­tik (5. Auf­la­ge). Berlin/​Boston: Wal­ter De Gruy­ter GmbH

Mai­er, G. (2015). Das Evan­ge­li­um des Mat­thä­us: Kapi­tel 1–14. (G. Mai­er, R. Ries­ner, H.-W. Neu­dor­fer, & E. J. Schna­bel, Eds.) (p. 646). Wit­ten; Gies­sen: SCM R.Brockhaus; Brun­nen Verlag.

Maisch, I. (2003). Der Brief an die Gemein­de in Kolossä. (E. W. Ste­ge­mann, P. Fied­ler, L. Schott­roff, & K. Wengst, Eds.) (Vol. 12). Stutt­gart: W. Kohl­ham­mer GmbH.

Ram­sey, M. (1969). God, Christ, and the Word: A Stu­dy in Con­tem­pora­ry Theo­lo­gy. Lon­don: SCM.

Schlat­ter, A. (1954). Die Brie­fe des Petrus, Judas, Jako­bus, der Brief an die Hebrä­er: Aus­ge­legt für Bibel­le­ser (Vol. 9). Ber­lin: Evan­ge­li­sche Verlagsanstalt.

Wright, N. T. (2018). Pau­lus für heute—Die Gefan­gen­schafts­brie­fe: Ephe­ser, Phil­ip­per, Kolos­ser, Phi­le­mon. (B. Leu­en­ber­ger, Trans.). Gies­sen: Brun­nen Ver­lag GmbH.

Manuel Becker

Über den Autor

Manuel arbeitet als Gemeindegründer unter einer der 25 größten unerreichten Völkergruppen weltweit. Wenn seine 4 Kinder ihn nicht gerade auf Trab halten, dann liebt er es theologische Bücher in seiner freien Zeit zu lesen, zu fotografieren oder seine Logos-Bücherei zu erweitern. Aktuell studiert er nebenher an der Akademie für Weltmission in Korntal und hofft 2023 sein MA-Studium zu beenden. Er ist der Autor von dem beliebten Kinderbuch „Der große Sieg“.

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  1. Sehr gut aus­ge­drueckt und gut argu­men­tiert. Die Fra­ge bleibt, wie wir am bes­ten die­se wich­ti­ge Nach­richt an die Men­schen in Thai­land wei­ter­lei­ten. Pas­si­on. Lei­den­schaft und Anhang wer­den in Bud­dhis­ti­schem Glau­ben zusam­men mit dem Begriff Lie­be als nega­tiv ange­se­hen. Das stre­ben nach Din­gen und die lei­den­schaft­li­che Hin­ga­be, um etwas zu errei­chen sind Emo­tio­nen, die der Glae­u­bi­ge Bud­dhist ueber­kom­men sollte.

    1. Wenn wir Aga­pe mit Met­ta über­set­zen und einen Fokus auf Karuna legen, wird Lie­be posi­tiv anse­hen, weil bei­des nir­va­nisch ist und es des­halb kei­nen Anhän­gen gibt.
      Die Emo­tio­nen, die es gilt zu über­kom­men, wer­den gespeist von einem Fokus auf sich selbst. Inter­pre­tie­ren wir aber Jesus als die Mani­fes­ta­ti­on des Noblen Acht­fa­chen Pfa­des, haben wir einen Fokus auf Jesus, der vom Anhän­gen an Nicht-Gutes weggleitet.
      Mit die­sem Ansatz, hier arg ver­kürzt skiz­ziert, blei­ben wir sowohl Jesus treu, behal­ten ihn im Glau­bens­mit­tel­punkt und geben Bud­dhis­ten eine Chan­ce, zu erken­nen, wie Kern­punkt von Bud­dha zu Jesus führen.
      Für Bud­dhis­ten zeig­te Bud­dha den Weg, und Jesus ist die­ser Weg.

    2. Her­vor­ra­gen­de Fra­ge! Ich den­ke, gera­de in der Ver­kün­di­gung unter Bud­dhis­ten spielt die Idee die­ses Blogs eine beson­ders wich­ti­ge Rol­le. Wenn wir mit Geschich­ten aus dem Alten Tes­ta­ment anfan­gen, dann baut dies erschwe­ren­de Mau­ern für Bud­dhis­ten. Ein Gott, der eine Sint­flut schickt und die Aus­rot­tung der Kanaa­ni­ter anord­net, ist sehr schwer zu ver­ste­hen für Bud­dhis­ten. Aber wenn wir mit Jesus anfan­gen, dann bau­en wir Brü­cken. Jesu Leh­re der Selbst­lo­sig­keit und Ver­nei­nung von Gewalt ist gut ver­ein­bar mit der Leh­re Bud­dhas. Wenn Mis­sio­na­re mit vie­len Geschich­ten aus den Evan­ge­li­en anfan­gen und somit zuerst eine soli­de „Jesus-Basis“ bau­en, dann kön­nen Bud­dhis­ten die Geschich­ten im Alten Tes­ta­ment hof­fent­lich bes­ser durch eine Jesus-Bril­le lesen und somit ein­fa­cher ver­ste­hen. Auch spie­len die Wor­te, die wir gebrau­chen, hier eine wich­ti­ge Rol­le. เมตตา (met­ta), was durch und durch posi­tiv besetzt ist im bud­dhis­ti­schen Den­ken, ist ein her­vor­ra­gen­der Ersatz für ความรัก (kwam rak). Die Auf­ga­be Bud­dhis­ten von Jesus zu erzäh­len bleibt schwie­rig, aber ich hof­fe, die­se Gedan­ken hel­fen ein wenig.

  2. Sehr prä­zi­se auf den Punkt gebracht. Es hilft, den Fokus auf Jesus zu behal­ten und zeigt, wie Got­tes­bil­der, die ein grö­ße­res Gewicht auf das Alte Tes­ta­ment legen, weni­ger mit Jesus über­ein­stim­men. Ein gutes Got­tes­bild fängt mit Jesus an, das find ich glaubensstärkend.

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