Mit dem Atlas durch die Bibel

Von Simon Birr


Der Atlas ist eines der prak­ti­ka­bels­ten Werk­zeu­ge in der Logos Bibel­soft­ware. Es ist ein schö­ner Vor­teil die­ser Bibel App, dass sie stän­dig wei­ter­ent­wi­ckelt wird und man regel­mä­ßig mit neu­en Inhal­ten ver­sorgt wird. Der Atlas ist für die prak­ti­sche Bibel­aus­le­gung eine gro­ße Hil­fe. Wir wol­len uns eini­ge Aspek­te dazu ansehen.

Wie hilft der Atlas mir in der Exegese?

Gera­de in alt­tes­ta­ment­li­chen Rei­se­be­rich­ten wer­den oft meh­re­re Orts­na­men nach­ein­an­der genannt. Für die ers­ten Leser waren sie aus ver­schie­de­nen Erzäh­lun­gen der Ahnen wohl­be­kannt. Dass zwi­schen ein­zel­nen Ver­sen bzw. Weg­punk­ten tage­lan­ge Mär­sche gele­gen haben müs­sen, erkennt man erst bei gründ­li­cher Kennt­nis der geo­gra­fi­schen Lage.

Als ein Bei­spiel sei Abra­ham genannt. Öff­net man den Atlas, kann man links oben im Such­feld nach Orten, Namen, Stich­wor­ten und Bibel­stel­len suchen.

In den aller­ers­ten Kar­ten der Erz­vä­ter sieht man nun schnell, dass der Weg von Ur nach Haran bereits unglaub­lich lang war. Allei­ne die­se Infor­ma­ti­on zeigt Weg­wei­ser für die Exege­se: Es war kein Auf­bruch, Hals über Kopf. Abra­ham ließ nicht alles ste­hen und lie­gen. Er brach gemein­sam mit sei­nem Vater aus Ur auf und mach­te einen lan­gen Zwi­schen­stopp in Haran, bevor er sich dann auf den Weg nach Kana­an machte.

Abrahams Reise visuell im Bibel Atlas

Wie kann man passende Karten automatisch aufschlagen?

Für die per­sön­li­che Bibel­le­se lohnt es sich, den Atlas par­al­lel zur Bibel­über­set­zung auf­zu­schla­gen. Mit einem klei­nen Trick wer­den dann immer pas­sen­de Kar­ten angezeigt.

Zunächst öff­net man die gewünsch­te Bibel.

Als Nächs­tes öff­net man den Atlas und hef­tet ihn neben der Bibel im Fens­ter an. (Dafür mit der lin­ken Maus­tas­te auf die graue Steck­na­del oben links am Atlas kli­cken, gedrückt hal­ten und in das Fens­ter links neben der Bibel zie­hen, dann loslassen.)

Sowohl in der Bibel, als auch danach im Atlas klickt man dann auf die drei grau­en Punk­te in der obe­ren rech­ten Ecke des Fens­ters. Es öff­net sich ein Ein­stel­lungs­me­nü, in wel­chem man „Ver­knüp­fen“ aus­wäh­len kann. Ich wäh­le den Buch­sta­ben F.

Eine Ver­knüp­fung bewirkt, dass bei­de Fens­ter auf­ein­an­der ach­ten und jeweils pas­sen­de Infor­ma­tio­nen anzei­gen. Beson­ders bei grö­ße­ren Rei­sen, wie bei­spiels­wei­se in der Apos­tel­ge­schich­te, ist dies eine gro­ße Hilfe.

Atlas mit Bibeltext verknüpfen

Wer möch­te, kann sich die­sen Arbeits­be­reich oben rechts im Pro­gramm auch abspei­chern. So ist die Anord­nung „Atlas und Bibel“ immer griffbereit.

Kleine Features für Wissbegierige

Es gibt ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, den Atlas in Logos zu nut­zen. Eini­ge der klei­ne­ren Fea­tures haben sich für mich aus beruf­li­cher Sicht beson­ders hilf­reich erwiesen:

Vie­le Orte der Bibel haben eine inter­es­san­te Geschich­te. Ein Links­klick auf einen Orts­na­men öff­net im obe­ren lin­ken obe­ren Bereich die Kurz­be­schrei­bung. Von dort kommt man direkt zum Ein­trag im Fak­ten­buch und kann wei­te­re Infor­ma­tio­nen erhalten.

Orte der Bibel im Atlas erforschen

Oft nut­ze ich den Atlas für den Bibli­schen Unter­richt. Ein inter­es­san­tes Fea­ture ist die Ver­knüp­fung zu exter­nen Maps. Ein Rechtsklick auf die Kar­te führt über das Kon­text­me­nü zu Goog­le oder Bing Maps. Dort kann man sich die Orte in heu­ti­ger Zeit anse­hen, viel inter­es­san­ter aber noch: Man kann sich die Rei­se­stre­cke zu Fuß aus­rech­nen las­sen. Ein ech­ter Augen­öff­ner für Teenager.

Bibel Atlas mit Google Maps verknüpfen

Im Kar­ten­mo­dul unten links wählt Logos auto­ma­tisch pas­sen­de Inhal­te aus den Medi­en­kol­lek­tio­nen aus, sofern wel­che vor­han­den sind. Es gibt bei­spiels­wei­se fer­tig auf­be­rei­te­te PDF-Kar­ten mit Rei­se­rou­ten, die sich mit einem Klick in einen Pre­digt­ent­wurf über­neh­men lassen.

Weitere Medien im Bibel Atlas finden

Der Atlas ist im günstigsten Paket enthalten!

Der Atlas ist ein wich­ti­ges Tool mei­ner per­sön­li­chen Bibel­ex­ege­se. In Logos ist er aber nicht nur ein allein­ste­hen­des Werk. Er ist eben­so in die gro­ße Funk­ti­ons­viel­falt der Soft­ware ein­ge­bun­den, wird über Fak­ten­buch und Assis­ten­ten direkt ange­spro­chen und kann von vie­len ver­schie­de­nen Stel­len auf­ge­ru­fen wer­den. Ein kur­zer Blick ver­schafft oft mehr Ver­ständ­nis für bibli­sche Inhal­te, als tau­send erklä­ren­de Worte.

Der Atlas ist in Logos 9 bereits in der Ein­stei­ger­ver­si­on ent­hal­ten. Gera­de wegen eines sol­chen Tools lohnt es sich, eine Kauf­ver­si­on zu besit­zen. Mir per­sön­lich hat der Atlas in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer wie­der geholfen.

Simon Birr

Über den Autor

Simon Birr nutzt Logos Bibelsoftware seit 14 Jahren. Er ist Online-Pastor, Teil der betaKirche (www.betakirche.de), Blogger (www.sbirr.de) und christlicher YouTuber (https://youtu.be/67i7XMcLBQY).

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  1. Was für eine coo­le Idee mit den exter­nen Maps und der Rou­ten­be­rech­nung. Das wer­de ich zukünf­tig sicher­lich häu­fig verwenden.

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