Tagzeitengebet mit Logos

Von Jens Binfet

Stille Zeit, Tagzeitengebet, Tipps

Hal­ten Sie in Ihrem per­sön­li­chen Glau­bens­le­ben auch “Stil­le Zeit”? Ich bin damit auf­ge­wach­sen und dach­te lan­ge Zeit, dies sei ein­fach die Wei­se, wie alle Chris­ten ihre per­sön­li­che Fröm­mig­keit leben. Aber weit gefehlt. Die “Stil­le Zeit” ist eine recht moder­ne Wei­ter­ent­wick­lung einer sehr alten christ­li­chen Fröm­mig­keits­tra­di­ti­on. Und auch heu­te gibt es jede Men­ge Chris­ten, die eine ande­re Art haben, ihren per­sön­li­chen Glau­ben zu leben. Je mehr ich aber die­ser Wur­zel auf die Spur kom­me, umso mehr pro­fi­tie­re ich in mei­nem eige­nen christ­li­chen Leben davon. War­um? Weil mir die Klar­heit, wo mei­ne Fröm­mig­keit her­kommt, hilft, sowohl ihre Stär­ken als auch ihre Schwä­chen kla­rer wahr­zu­neh­men. Der Blick in die Tra­di­ti­on erwei­tert damit mei­ne Sicht­wei­se. Und damit gibt sie mir wert­vol­le Hil­fe­stel­lung, den Reich­tum der Ver­gan­gen­heit in mein gegen­wär­ti­ges christ­li­ches Leben zu integrieren. 

Es geht mir nicht dar­um, dass wir jetzt die Fröm­mig­keit der Mön­che, der Kir­chen­vä­ter oder der ers­ten Gemein­de kopie­ren. Lasst sie uns aber ein­la­den, unser Leben zu berei­chern. Ich lade Sie ein, den Schatz einer die­ser Prak­ti­ken mit mir gemein­sam zu heben. Ich bin dabei auch noch der Ent­de­cker – nicht der Exper­te. Auch wer­de ich kei­ne Patent­lö­sung anbie­ten, aber ich bemer­ke die Berei­che­rung für mein geist­li­ches Leben. 

Wie gehen wir dazu vor? In die­sem Arti­kel füh­re ich zuerst gene­rell in das Tag­zei­ten­ge­bet ein. Wir ver­fol­gen die Linie der moder­nen “Stil­len Zeit” zu ihren Wur­zeln. Dann möch­te ich zei­gen, wel­che Rol­le die Psal­men dabei spiel­ten und spie­len kön­nen. Und da dies der Blog der Bibel­soft­ware Logos ist, wer­de ich dann auch ganz kon­kret am Bei­spiel zei­gen, wie ich Logos dafür in der Pra­xis verwende. 

Die Reise in die Tradition: Der Rhythmus des Gebets

Back to the roots! Woher kommt nun die soge­nann­te “Stil­le Zeit”? Was mich zuerst sehr ver­wun­dert hat, ist fol­gen­des: Die “Stil­le Zeit” ist gar nicht alt! Sie wur­de erst im 20. Jahr­hun­dert popu­lär (z.B. im Zuge der Evan­ge­li­sa­tio­nen Bil­ly Gra­hams). Das Heft “Quiet Time”, erschie­nen bei IV-Press (1947), hat­te dabei beson­de­ren Ein­fluss, weil Gra­ham es emp­fahl. (Der Titel wird bis heu­te neu auf­ge­legt: www​.ivpress​.com/​q​u​i​e​t​-​t​ime). Dabei wird dem Chris­ten eine spe­zi­el­le Zeit (meist mor­gens) emp­foh­len für die per­sön­li­che Andacht mit Bibel­le­sen, kon­tem­pla­ti­vem Nach­den­ken und Gebet. 

Aber IV-Press hat die­se Pra­xis nicht ein­fach so erfun­den: Schon die Pie­tis­ten hiel­ten mor­gens eine per­sön­li­che Lese- und Gebets­zeit. Tags­über bete­te man aus­führ­lich zu den Mahl­zei­ten. Das Tisch­ge­bet als Dank für das Essen ist in vie­len Tra­di­tio­nen ein Über­bleib­sel davon. In der pie­tis­ti­schen Pra­xis war das übli­cher­wei­se ein frei­es Gebet, das nicht nur den Dank für das Essen zum Inhalt hat­te. Am Abend ver­sam­mel­te sich die Fami­lie zur Andacht. Zum Schla­fen­ge­hen wur­de am Bett gebetet. 

Aber auch die Pie­tis­ten hat­ten eine Vor­la­ge aus der sie die­sen Tages­rhyth­mus ent­wi­ckel­ten. Vor­bild waren die evan­ge­li­schen Tag­zei­ten­ge­be­te, die ihrer­seits auf das mit­tel­al­ter­li­che Stun­den­ge­bet aus dem klös­ter­li­chen Leben zurück­ge­hen. Die­ses klas­si­sche Stun­den­ge­bet kennt sie­ben Gebets­zei­ten am Tag sowie eine (optio­na­le) in der Nacht mit bestimm­ten bibli­schen Gebe­ten, die auch im Wech­sel ein­an­der zuge­spro­chen oder gesun­gen wur­den. Das Stun­den­ge­bet im Klos­ter war also eine gemein­schaft­li­che Sache. 

Die­ser Rhyth­mus wie­der­um stammt aus der Alten Kir­che (z.B. bei den Wüs­ten­vä­tern, aber auch vie­len ande­ren Grup­pen) und wur­zelt letzt­lich in der Bibel selbst. So betet David in Ps 119,164: “Ich lobe dich des Tages sie­ben­mal um dei­ner gerech­ten Ord­nun­gen wil­len.” Dani­el bete­te regel­mä­ßig drei­mal am Tag (Dan 6,11). Und auch die Gemein­de der Apos­tel­ge­schich­te kennt fes­te Gebets­zei­ten am Tag (Apg3,1; 10,9).

Da ist es doch kaum ver­wun­der­lich, dass auch die Kir­che aller Zei­ten Gebets­rhyth­men aus­bil­de­te, oft sogar im direk­ten Rück­griff auf das bibli­sche Vor­bild. Das mön­chi­sche Stun­den­ge­bet hat nicht umsonst sie­ben Tages­ge­bets­zei­ten. Weil David aber auch “des Nachts” betet und singt (z.B. Ps 42,9), gibt es natür­lich auch (zusätz­lich) ein Nachtgebet.

Die Psalmen beten

Wir haben gese­hen, wie die Chris­ten im Lauf der Geschich­te ihr Gebet struk­tu­riert haben. Aber was bete­ten sie dann in ihren Gebets­zei­ten? Da gibt es kei­ne ein­deu­ti­ge Ant­wort, denn die Gebets­pra­xis des Chris­ten­tums ist schon immer sehr viel­fäl­tig. Ephe­ser 5,19: “Ermun­tert ein­an­der mit Psal­men und Lob­ge­sän­gen und geist­li­chen Lie­dern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen”.

Die Kir­che hat im Lau­fe der Zeit eine Fül­le an gemein­schaft­li­chen und pri­va­ten Gebe­ten her­vor­ge­bracht. Zu jeder Zeit kann­te man auch das per­sön­li­che, indi­vi­du­ell for­mu­lier­te Gebet. Das ist wert­voll und soll­te nie­mals auf­ge­ge­ben werden.

Eine beson­de­re Quel­le des Gebets waren aber immer die Psal­men. Das gilt für die Zeit des Alten Tes­ta­ments (z.B. 2 Chr 7,6; Ps. 95,2) genau­so wie für die ers­ten Gemein­den (z.B. 1 Kor 14,15; Jak 5,13). Seit­dem waren die Psal­men für die Chris­ten aller Zei­ten immer auch ein Gebets­buch. Sor­gen wir dafür, dass die­ser Schatz uns nicht ver­lo­ren geht!

Die Psal­men sind näm­lich ganz beson­de­re Gebe­te und Bibel­tex­te, denn wenn ich sie bete, sind sie bei­des: Got­tes Wort an mich und mein Wort an Gott. Das macht sie zu einer ganz spe­zi­el­len Form der Kommunikation:

  1. Sie for­mu­lie­ren kraft­voll, was ich nicht immer selbst for­mu­lie­ren kann. Auch der Apos­tel Pau­lus wuss­te, dass das eige­ne For­mu­lie­ren des Gebets an sei­ne Gren­zen stößt: “Denn wir wis­sen nicht, was wir beten sol­len, wie sich’s gebührt; son­dern der Geist selbst ver­tritt uns mit unaus­sprech­li­chem Seuf­zen.” (Röm 8, 26) Wie gut, dass uns der Geist im Gebet hilft. Wie gut aber auch, dass uns der­sel­be Geist bereits Gebe­te in der Bibel hin­ter­las­sen hat, die wir beten kön­nen. Ich erle­be es häu­fig, dass mir nach dem Beten eines Psalms auch das freie Beten wie­der leich­ter fällt.
  2. Sie ret­ten mich davor, in mei­nen frei­en Gebe­ten nur zu plap­pern. Wie viel unse­rer “frei­en” Gebe­te – vor allem vor und mit ande­ren Chris­ten – besteht in Wahr­heit aus Füll­phra­sen, All­ge­mein­plät­zen und Ober­fläch­lich­keit? Wenn Ihnen das manch­mal auf­fällt, dann geht es Ihnen wie mir. Aber die­se Beob­ach­tung ist kein Wun­der: Uns fällt es ja oft schon schwer mit einem ande­ren Men­schen in ein tief­ge­hen­des, bedeu­tungs­vol­les Gespräch ein­zu­stei­gen. Wie viel schwe­rer mit Gott. Aber wenn wir erst ein­mal in einem guten Gespräch sind, dann ist es viel ein­fa­cher es wei­ter­zu­füh­ren. Genau­so im Gebet. Ich erle­be die Psal­men als ganz her­vor­ra­gen­den Ein­stieg ins Gebet.
  3. Sie for­dern mich her­aus, aus den aus­ge­tre­te­nen Pfa­den mei­ner Gebets­pra­xis aus­zu­bre­chen und neu­es zu erfor­schen und zu wagen. Haben Sie schon ein­mal Gott ein Kla­ge­ge­bet gebracht? Oder ihm Ihren Zorn über die Fein­de und Übel­tä­ter so offen kom­mu­ni­ziert, wie das die Rachep­sal­men tun? Konn­ten Sie schon ein­mal in den eige­nen Gebe­ten von tie­fer Trau­er und Ankla­ge zu höchs­ter Anbe­tung auf­stei­gen? All das sehen und ler­nen wir in den Psal­men und noch viel mehr! Es mag sein, dass Sie sich nie getraut hät­ten so zu beten, wie der Psal­mist – aber las­sen Sie zu, dass das Psal­men­ge­bet den Hori­zont erweitert! 
  4. Sie geben mir Wor­te für (extre­me) Situa­tio­nen, die ich noch nie erlebt habe und die mich über­wäl­ti­gen. Stel­len Sie sich ein­mal fol­gen­de Situa­ti­on vor: Eine nahe­ste­hen­de Per­son kommt zu Ihnen mit einer unglaub­li­chen Erfah­rung des Lei­des. Ein betrun­ke­ner Auto­fah­rer hat sein drei­jäh­ri­ges Kind über­fah­ren. Haben Sie dann Wor­te zum Beten mit die­ser Per­son? Wenn der Auto­fah­rer im Pro­zess unein­sich­tig ist, haben Sie dann Wor­te für den Zorn die­ses Vaters? Die Psal­men haben Wor­te für unaus­sprech­li­ches Leid, für gerech­ten Zorn, für Rache­ge­füh­le genau­so wie für Ohn­macht oder Verzweiflung. 

Beides zusammenbringen: Psalmen als Gebetsroutine

Wie kann ich also die Psal­men zu mei­ner Gebets­rou­ti­ne machen? Machen Sie sich einen Plan! Beten Sie Psal­men jeden Tag an einer fest­ge­leg­ten Zeit am Tag. Rah­men Sie den Tag im Gebet mit den Psal­men ein. Es muss ja nicht sofort das vol­le klas­si­sche Stun­den­ge­bet mit sei­nen 7–8 Gebets­zei­ten sein. 

Aber wenn ich mir einen Mönch vor­stel­le, wie er mit sei­nen Brü­dern ein­mal in der Woche den gesam­ten Psal­ter betet, dann bin ich mir sicher, dass die­se Übung nicht ohne Wir­kung bleibt. Er wird die Wor­te tief ein­ge­prägt und zu jeder Zeit parat haben, wenn er sie braucht.

Nun bin ich aber kein Mönch und lebe nicht im Klos­ter: Ich schaf­fe es beim bes­ten Wil­len nicht die­se Men­ge und Fre­quenz zu stem­men. Wie kann ich mir trotz­dem den Schatz der Psal­men öffnen?

  1. Begin­nen Sie mit einer schaff­ba­ren täg­li­chen “Por­ti­on”. Es bringt nichts, über­gro­ße Zie­le zu ver­fol­gen und schon nach drei Tagen frus­triert aufzugeben. 
  2. Begin­nen Sie mit den zugäng­li­che­ren Tei­len der Psal­men. Ohne Fra­ge – die Psal­men haben schon so man­che schwie­ri­ge Stel­le – sowohl für das Ver­ständ­nis als auch für die Anwend­bar­keit im eige­nen Gebet.
  3. Begin­nen Sie mit einer brei­ten inhalt­li­chen Mischung. Suchen Sie nicht nur die “ein­fa­chen Feel­good-Psal­men” her­aus, son­dern wagen Sie sich auch an die kan­ti­gen Psal­men her­an, auch mit The­men, die gera­de nicht zu Ihrer Situa­ti­on passen.
  4. Hal­ten Sie die anfäng­lich unge­wohn­te Spra­che und Situa­ti­on im Gebet aus. Es wird sehr bald viel natürlicher.

Falls Sie eine Start­hil­fe brau­chen: Hier habe ich eine Logos-Vers­lis­te für mei­ne per­sön­li­che Nut­zung zusam­men­ge­stellt. Wie Sie die­se oder eine ande­re Vers­lis­te als Grund­la­ge für das Gebet mit Logos nut­zen kön­nen, erklä­re ich wei­ter unten.

Psalmen, die ich nicht auf mich anwenden kann

Es gibt vie­le Psal­men, die gera­de gar nicht auf mei­ne Situa­ti­on pas­sen. Mein Rat ist: beten Sie die­sie trotz­dem und las­sen Sie sie nicht aus! So wer­den Sie ein Arse­nal auf­bau­en für die Zukunft. Bit­ten Sie Gott, die­se Wor­te im Her­zen zu ver­an­kern für die Zeit, wenn Sie sie brau­chen werden.

Ande­re Pas­sa­gen sind so stark in der his­to­ri­schen Gege­ben­heit ver­an­kert, dass es mir schwer­fällt sie auf mich anzu­wen­den: z.B. ein Krö­nungs­psalm für den König oder ein Wall­fahrts­lied über Jeru­sa­lem. Ver­su­chen Sie eine Über­tra­gung in unse­re Lebens­welt zu schaf­fen, z.B. für die Über­tra­gung einer beson­de­ren Ver­ant­wor­tung im Fal­le eines Krönungspsalms.

Dann gibt es aber noch Psal­men­pas­sa­gen, die zu kei­ner Zeit und kei­nem Kon­text auf mich pas­sen. Ent­we­der, weil sie zu hohe Ansprü­che stel­len und unhalt­ba­re Ver­spre­chun­gen machen oder weil ziem­lich deut­lich ist, dass hier der Mes­si­as redet.

All die­se Fäl­le sind eine Her­aus­for­de­rung für mein Beten der Psal­men. Wie kann ich die­se Tei­le trotz­dem verwenden? 

Für die­se Schwie­rig­keit fin­de ich das grund­sätz­li­che Ver­ständ­nis der Psal­men in der alten Kir­che sehr hilf­reich: Lesen und beten Sie die Psal­men nicht nur als Wor­te eines Men­schen in einer bestimm­ten Situa­ti­on, son­dern auch als pro­phe­ti­sches Reden Chris­ti zu sei­ner Gemeinde.

Ter­tul­li­an, ein afri­ka­ni­scher Christ († um 220), schreibt über den Psal­ter: “Er (d.h. David) singt bei uns von Chris­tus und durch ihn singt Chris­tus von sich selbst. Nimm Chris­tum an und höre den Herrn, wie er mit Gott Vater redet.” (De car­ne chris­ti, cap 20 – zitiert nach bkv). Chris­tus spricht auch durch die Wor­te der mensch­li­chen Ver­fas­ser, die einen kon­kre­ten Anlass zum Beten hat­ten. Ein Bei­spiel ist der Psalm 22, den Jesus am Kreuz betet. Hier betet David in einer kon­kre­ten Situa­ti­on. Hier betet aber auch Chris­tus – und die­ses Gebet hat bis heu­te Aus­wir­kun­gen in jedes Leben jedes Chris­ten weltweit.

Tagzeitengebet mit Logos-Mitteln unterstützen

Natür­lich kann man so ein Tag­zei­ten­ge­bet ganz ohne Soft­ware pla­nen und durch­füh­ren. Für die kon­kre­te Umset­zung für ein eige­nes Psal­men- oder Tag­zei­ten­ge­bet fin­de ich aber zwei Logos-Funk­tio­nen sehr hilf­reich: Die Vers­lis­te und den Leseplan.

Eine Vers­lis­te eig­net sich her­vor­ra­gend, um pas­sen­de und vor allem auch gut por­tio­nier­te Psal­men­pas­sa­gen zu sam­meln. Dafür mar­kie­re ich den Abschnitt, den ich hin­zu­fü­gen möch­te. Mit dem Kon­text­me­nü (Rechtsklick auf die mar­kier­te Pas­sa­ge) kann ich den Abschnitt qua­si im Vor­bei­ge­hen auf eine Vers­lis­te setzen. 

Die Vers­lis­te ist ein sehr viel­sei­ti­ges Doku­ment und eig­net sich daher sehr gut als Daten­grund­la­ge. Bei­spiels­wei­se kann ich nach­träg­lich noch die ver­wen­de­te Über­set­zung ändern, die Stel­len umsor­tie­ren, mir eine Lis­te aus­dru­cken oder in eine Text­ver­ar­bei­tung kopie­ren. Außer­dem bleibt die Lis­te jeder­zeit erwei­ter­bar: Wenn ich also bei der Arbeit mit Logos auf einen Psalm sto­ße, den ich ger­ne in mei­ne Gebets­rou­ti­ne auf­neh­men möch­te, dann füge ich ihn ein­fach wie oben erklärt hin­zu. Genau­so kann ich einen Abschnitt auch ent­fer­nen. So ist die Vers­lis­te eine “leben­di­ge” Datengrundlage.

Wenn dann die Vers­lis­te genü­gend Ein­trä­ge hat, kann ich sie mit einem Klick in einen Lese­plan impor­tie­ren. Dazu erstel­le ich zuerst ein neu­es Doku­ment vom Typ ➔ “Lese­plan” und wäh­le ➔ “Selbst­ge­mach­ter Lese­plan” aus. 

Dann kann ich über ➔ “Hin­zu­fü­gen” ➔ “… eine Vers­lis­te” mei­nen Lese­plan mit der Vers­lis­te fül­len. Logos belegt dann jeden Tag mit einem Ein­trag der Lis­te. Lei­der scheint es momen­tan nur mög­lich zu sein, täg­li­che Lese­plä­ne zu erstel­len – zwei Abschnit­te für einen Tag sind somit nicht mit nur einem Lese­plan mach­bar. Abhel­fen kann man sich, indem man meh­re­re täg­li­che Lese­plä­ne erstellt, je einen für die Tages­zeit, an der man beten möch­te. Wenn Sie eine bes­se­re Lösung wis­sen, las­sen Sie doch bit­te einen Kom­men­tar unter dem Arti­kel da!

Sobald Sie den Lese­plan begin­nen, wird er auch in der mobi­len Logos Apps (auf dem Smartphone/​Tablet) ange­zeigt, sodass Sie ihn immer zur Hand haben kön­nen. Sie kön­nen den Lese­plan auch als Kalen­der­ein­trag aus Logos expor­tie­ren und sich so über den eige­nen Kalen­der benach­rich­ti­gen lassen.

Logos macht es auch mög­lich, dass Sie gemein­sam mit ande­ren den­sel­ben Gebets­plan beten kön­nen. Sie kön­nen den Lese­plan mit einer “Faith­li­fe Grup­pe” tei­len. Wenn Sie also ande­re Leu­te ken­nen, die bei Faith­li­fe ange­mel­det sind, kön­nen Sie mit ihnen gemein­sam lesen – und auch beten! Die Ein­stel­lung dazu fin­den Sie in der Bear­bei­tung des Lese­pla­nes. Den Lese­plan kann man für sich allein star­ten, oder eben für eine Faith­li­fe Grup­pe, in der Sie sind.

Fazit

Ich fin­de die Rei­se in die Tra­di­ti­on der Tag­zei­ten­ge­be­te berei­chernd. Ich hof­fe, mir ist es gelun­gen, Ihnen sowohl das Kon­zept, als auch eine mög­li­che Pra­xis unter­stützt von Logos näherzubringen.


Jens Binfet

Über den Autor

Der Autor Jens Binfet ist Theologiestudent an der STH Basel. Er hat ein Anliegen, Theologie für die Kirche und den einzelnen Menschen zugänglich zu machen. Er bloggt privat unter https://gott.ist.

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