Texte aus der Umwelt des Alten Testaments (TUAT) – jetzt in Logos Bibelsoftware! Eine Rezension von Prof. Thomas Hieke

TUAT digital Logos pre-pub

Nun hat es Logos Bible Soft­ware (Faith​life​.com) also geschafft, diese großar­tige Ressource „Texte aus der Umwelt des Alten Tes­ta­ments“ (TUAT) im bewährten For­mat in die elek­tro­n­is­che Bib­lio­thek zu inte­gri­eren. Damit ist ein Regal­me­ter an gedruck­ten Büch­ern auf dem PC, Note­book oder Smart­phone zugänglich, vom Rech­n­er durch­such­bar und für die eigene Forschungsar­beit kopi­er- und zitierbar.

Was ist TUAT eigentlich?

Die „Texte aus der Umwelt des Alten Tes­ta­ments“ (bekan­ntes Kürzel: TUAT) sind ein unverzicht­bares Stan­dard­w­erk für ein ver­tieftes Studi­um der Bibel. Die Samm­lung von Quel­len­tex­ten TUAT erhellt die Gesellschaften, Kul­turen und Reli­gio­nen des antiken Vorderen Ori­ents, also den Hin­ter­grund, vor dem die Bibel als „Gottes Wort in Men­schen­wort“ ent­standen ist. Um die vielfälti­gen Erfahrun­gen der Men­schen mit Gott, die in das Mon­u­men­tal­w­erk „Bibel“ (ins­beson­dere die Hebräis­che Bibel, in christlich­er Rezep­tion „Altes Tes­ta­ment“ genan­nt) einge­flossen sind, tiefer zu ver­ste­hen, ist es hil­fre­ich, ja notwendig, den eige­nen Hor­i­zont zu weit­en und in die faszinierende Welt der Antike einzu­tauchen. Doch nicht nur die Bibel­wis­senschaft prof­i­tiert von TUAT, vielmehr ist TUAT längst auch ein anerkan­ntes Ref­eren­zw­erk in der Alto­ri­en­tal­is­tik, in der Ägyp­tolo­gie und in der Reli­gions- und Kul­turgeschichte des antiken Vorderen Orients.

Die „Texte aus der Umwelt des Alten Tes­ta­ments“ erschließen in deutsch­er Sprache einen riesi­gen Textbe­stand aus dem antiken Umfeld der Hebräis­chen Bibel. Diese noch nicht abgeschlossene Samm­lung vere­int Quel­len­texte, die in einem wie auch immer geart­eten Zusam­men­hang mit der Hebräis­chen Bibel/​dem Alten Tes­ta­ment ste­hen, aber auch unbekan­ntere Texte. Fach­leute der entsprechen­den Diszi­plinen über­set­zen und kom­men­tieren die Quellen. Mit diesem Mate­r­i­al wird ein interkul­tureller Ver­gle­ich ermöglicht, der in diesem Umfang einzi­gar­tig ist. Und die Inte­gra­tion dieses wertvollen, kom­fort­a­bel durch­such­baren Tex­tko­r­pus in eine Soft­ware, die den Tex­ten der Bibel auf den Grund gehen will, ist ein großer Wurf.

Die Samm­lung TUAT enthält Texte vom 25. Jh. v. Chr. bis zum 3. Jh. n. Chr., aus Ägypten, dem Het­hiter­re­ich, aus Akkad und Sumer, Alalah, aus dem alt­sü­dara­bis­chen Bere­ich, aus Nor­dara­bi­en und dem Iran, aramäis­che Texte, Texte aus Kanaan und Mari, aus Moab, Phönizien und Ugar­it, schließlich auch griechis­che Texte aus Ägypten. TUAT ist damit die wichtig­ste und umfan­gre­ich­ste deutschsprachige Samm­lung von Tex­ten, die das reli­gion­s­geschichtliche, sozial- und wirtschafts­geschichtliche sowie poli­tis­che und rechtliche Umfeld des Alten Tes­ta­ments erhellen und somit heuti­gen Lesern einen Ein­druck von der sprach­lichen und kul­turellen Enzyk­lopädie geben, in der die bib­lis­chen Vorstel­lun­gen und Texte ent­standen sind. Im englis­chsprachi­gen Bere­ich in etwa ver­gle­ich­bar ist die von William W. Hal­lo und K. Law­son Younger her­aus­gegebene Samm­lung „The Con­text of Scrip­ture“ (CoS, 4 vols., Lei­den: Brill, 1997–2016). CoS ist jedoch bei Weit­em nicht so umfan­gre­ich, und bish­er sind nur die ersten drei Bände in elek­tro­n­is­ch­er Fas­sung zugänglich.

Wie ist TUAT aufgebaut?

Von TUAT gibt es zwei Fol­gen: Die „Alte Folge“ (TUAT-AF) wurde von Otto Kaiser her­aus­gegeben und erschien von 1982 bis 1997 zunächst in Liefer­un­gen, die dann in drei Bände (I–III) zusam­menge­fasst wur­den. Eine Ergänzungsliefer­ung (TUAT‑E) wurde 2001 pub­liziert. Die „Neue Folge“ (TUAT-NF) wird von Bernd Janows­ki und Ger­not Wil­helm, ab Band 5 von Bernd Janows­ki und Daniel Schwe­mer her­aus­gegeben und umfasst derzeit acht Bände, ein neunter Band zur „Wis­senskul­tur“ ist in Pla­nung. Alle zwölf Bände der Alten und Neuen Folge sind kom­plett dig­i­tal erschlossen und sehen in der Logos-Bib­lio­thek so aus:

Wie wird TUAT zitiert und gelesen?

Üblicher­weise wird TUAT mit Band- und Seiten­zahl zitiert. So beze­ich­net man beispiel­sweise den Beginn der Behand­lung der baby­lonis­chen Dich­tung Enu­ma Elisch durch W.G. Lam­bert mit dem Kürzel „TUAT-AF III, 565“. Lei­der sind in der Bib­lio­theks­darstel­lung von Logos die Kurzbeze­ich­nun­gen und die Band­num­mern nicht aufgenom­men wor­den, so dass man sich fol­gende Über­sicht bere­itle­gen sollte, um den jew­eils gesucht­en Band in sein­er Bib­lio­thek find­en bzw. die Pas­sagen nach der üblichen Weise zitieren zu können:

TUAT-Kurzbeze­ich­nung Band­beze­ich­nung
TUAT-AF I Rechts- und Wirtschaft­surkun­den – His­torisch-chro­nol­o­gis­che Texte
TUAT-AF II Religiöse Texte
TUAT-AF III Weisheit­s­texte, Mythen, Epen
TUAT-AF E Ergänzungsliefer­ung
TUAT-NF 1 Texte zum Rechts- und Wirtschaftsleben
TUAT-NF 2 Staatsverträge, Herrscherin­schriften und andere Doku­mente zur poli­tis­chen Geschichte
TUAT-NF 3 Briefe
TUAT-NF 4 Omi­na, Orakel, Rit­uale und Beschwörungen
TUAT-NF 5 Texte zur Heilkunde
TUAT-NF 6 Grab‑, Sarg‑, Bau- und Votivinschriften
TUAT-NF 7 Hym­nen, Klagelieder und Gebete
TUAT-NF 8 Weisheit­s­texte, Mythen und Epen

Kom­men­tar des deutschen Logos-Teams: Diese Rezen­sion ist vor der Veröf­fentlichung der Logos-Aus­gabe ent­standen. Die Kurzbeze­ich­nun­gen wer­den in der finalen Ver­sion als Kurzti­tel vorhan­den sein. Die Möglichkeit, Texte nach Band und Seiten­zahl aufzu­rufen, ist bere­its in Vor­bere­itung und sollte bis Herb­st 2020 ver­füg­bar sein. 

An der Band­beze­ich­nung sieht man bere­its, wie man sich TUAT erschließen kann: nach der groben Textsorte (Gat­tung). Inner­halb der Bände erfol­gt die Gliederung nach Regio­nen bzw. Sprachen.

Bei jedem Band, den man zum ersten Mal in Logos öffnet, sollte man sich über die visuellen Fil­ter (drei dicke Punk­te, die zu einem Dreieck geord­net sind), die Seiten­zahlen anzeigen lassen:

Wie kann man in TUAT suchen?

In den TUAT-Bän­den kann man in der gle­ichen Weise suchen wie in anderen Logos-Ressourcen. Dabei wer­den die deutschen Umlaute ignori­ert, d.h. „Vater“ find­et auch „Väter“ und „Vaters“, „Gott“ find­et auch „Göt­ter“, aber „lösen“ find­et auch „Lose“ und „lose“. Prak­tisch ist, dass auch in Fußnoten gesucht wird (man kann das über Alle Tex­tebe­nen > Felder durch­suchen ein­stellen) und diakri­tis­che Zeichen sowie Klam­mern ignori­ert werden.

Man kann sich in Logos auch einen eige­nen Arbeits­bere­ich „TUAT“ mit allen zwölf Ressourcen zusam­men­stellen, den man dann am besten nach oben­ste­hen­der Tabelle anord­net. Das macht es leichter, die entsprechen­den Bände (I–III, E, 1–8) zu find­en. Im fol­gen­den Beispiel habe ich in der linken Hälfte TUAT-AF (also I–III und die Ergänzungsliefer­ung) unterge­bracht, in der recht­en Hälfte die acht Bände von TUAT-NF in der entsprechen­den Reihenfolge:

Ein solch­er Arbeits­bere­ich eröffnet eine weit­ere Möglichkeit. Mit der Option Alle geöffneten Werke bei der Suche in Büch­ern kann man alle 12 Ressourcen von TUAT gle­ichzeit­ig nach dem gle­ichen Begriff durchkäm­men. Im fol­gen­den Beispiel ergab die Suche nach dem Begriff „Weihrauch“ 167 Tre­f­fer. Die Darstel­lung­sop­tion nach Werk ergibt den Überblick, in welchem Band von TUAT wie viele Tre­f­fer vorkom­men, und mit Klick auf das kleine Dreieck vor dem Bandsym­bol kann man die Tre­f­fer sicht­bar machen (bei der Ergänzungsliefer­ung ist dies schon geschehen). Durch Klick­en auf die blaue Zeile mit Titel des Werks, in dem ein Tre­f­fer vorkommt (im Beispiel: Der Regierungs­bericht des Nas­tasen), öffnet sich die entsprechende Ressource mit dem Werk, und das gesuchte Wort (hier: Weihrauch) ist optisch hervorgehoben.

Im fol­gen­den Beispiel habe ich die 38 Tre­f­fer im Band „Texte zur Heilkunde“ geöffnet und den Beleg zu den Hautkrankheit­en angek­lickt. Im Fen­ster rechts wird dann der voll­ständi­ge Text angezeigt:

Eine Alter­na­tive zum Arbeits­bere­ich beste­ht darin, unter dem Reit­er Werkzeuge und der dor­ti­gen Unter­abteilung Bib­lio­thek die Funk­tion Samm­lun­gen zu wählen und eine entsprechende Samm­lung zu erstellen, die man z.B. „TUAT AF und NF“ nen­nt und in die man die 12 Ressourcen aufn­immt. In jedem Such­fen­ster kann diese Samm­lung dann aufgerufen und durch­sucht werden.

An diesen bemerkenswerten Such­möglichkeit­en zeigt sich der immense Vorteil der elek­tro­n­is­chen Aus­gabe von TUAT in Logos Bible Soft­ware: Eine solche Recherche, die in Bruchteilen von Sekun­den abläuft, ist in den gedruck­ten Aus­gaben nicht möglich, denn ins­beson­dere die TUAT-NF-Bände haben kein Sachreg­is­ter mehr (möglicher­weise im Voraus­blick auf eine elek­tro­n­is­che Ver­sion). Ein kurzes Wort zum Preis: Je Band wer­den derzeit 149 EUR für die gedruck­te Fas­sung der TUAT-NF aufgerufen. Der Pre-Pub-Preis der gesamten elek­tro­n­is­chen Fas­sung für Logos (TUAT-AF und NF) wird weniger als die Hälfte des Preis­es aller acht gedruck­ten Bände von TUAT-NF betragen.

Wie unterscheiden sich TUAT-AF und TUAT-NF im Aussehen?

Als oben die Him­mel nicht benan­nt waren, unten die Erde mit Namen nicht aus­ge­sprochen war, (da) war Apsû, der Erste, ihr Erzeuger, (und) Mum­mu Tiʾā­mat, die sie alle gebar; …“ – mit diesen geheimnisvoll raunen­den Worten, die manch ein/​e Absolvent/​in des The­olo­gi­es­tudi­ums noch im Ohr hat, begin­nt das Epos Enū­ma eliš, das man früher das „Baby­lonis­che Weltschöp­fungse­pos“ nan­nte. Diese Beze­ich­nung ist sach­lich nicht ganz zutr­e­f­fend, denn um Weltschöp­fung geht es nur in einem kleinen Teil des Werks. W.G. Lam­bert hat 1994 (TUAT-AF III) eine Beschrei­bung und eine deutsche Über­set­zung vorgelegt (im fol­gen­den Screen­shot links). Für TUAT-NF 8 („Weisheit­s­texte, Mythen und Epen“) hat Karl Heck­er mit guten Grün­den eine Neubear­beitung vorgenom­men (TUAT-NF 8, S. 88–132). Er über­schreibt seine Über­set­zung jet­zt mit „Mar­duks Auf­stieg zum Her­rn der Welt“, was viel bess­er zum Epos passt, das nicht nur vom Beginn der Welt, son­dern vor allem davon erzählt, wie (und warum) der baby­lonis­che Stadt­gott Mar­duk zum ober­sten Gott des Pan­theon wurde. In den ver­gan­genen Dekaden ist die alto­ri­en­tal­is­che Wis­senschaft weit­er vor­angeschrit­ten, neue Textfrag­mente sind bekan­nt gewor­den (Lam­berts Aus­gang­s­text stammte von 1964), zahlre­iche Stu­di­en in ver­schiede­nen mod­er­nen Sprachen sind veröf­fentlicht wor­den. Somit ist die Wieder­auf­nahme des bedeut­samen baby­lonis­chen Epos in neuer deutsch­er Über­set­zung in TUAT-NF 8 mehr als berechtigt (im Screen­shot rechts). Man sieht im Beispielscreen auch, dass die Logos-Ver­sion sog­ar die ansprechende Typogra­phie von TUAT-NF übern­immt und den eigentlichen Text der alto­ri­en­tal­is­chen Quelle in Über­set­zung in ein­er ser­ifen­losen Schrift darstellt, während die redak­tionellen Erläuterun­gen und Erk­lärun­gen in ein­er Ser­ifen­schrift geset­zt sind.

Was hat TUAT mit der Bibel zu tun?

Es geht bei TUAT nicht um eine „Par­al­lelo­manie“, die – aus welchen Grün­den auch immer – um jeden Preis Par­al­le­len zwis­chen der Bibel und der Lit­er­atur des antiken Umfeldes ent­deck­en will. Über weite Streck­en will TUAT ein­fach den Hor­i­zont weit­en und eine (ver­meintlich) ver­sunkene Welt in deutsch­er Sprache zugänglich machen. Dazu gehören dann eben auch Wirtschaft­s­texte, (diplo­ma­tis­che) Kor­re­spon­denz, fern­er juris­tis­che oder auch poli­tis­che Texte, die das Gesamt­bild durch andere Textsorten ergänzen und die his­torische Rekon­struk­tion auf eine bre­it­ere Basis stellen.

Freilich gibt es etliche Texte, die für das Studi­um der Hebräis­chen Bibel von ganz beson­der­er Bedeu­tung sind. Dazu seien noch einige Beispiele aus TUAT-AF und TUAT-NF angeführt.

Ein für die Rekon­struk­tion der Geschichte Israels sehr bedeut­samer Fund ist die moabitis­che Inschrift des Königs Mesa (Mescha) von Moab (die so genan­nte Mescha-Stele) aus der 2. Hälfte des 9. Jh. v. Chr. Diese Votivin­schrift aus Anlass des Baus eines Heilig­tums eröffnet im Selb­st­lob des Königs Mesa eine Per­spek­tive auf Israel von außen. Unter anderem wer­den König Omri und sein Sohn (Ahab) erwäh­nt. TUAT-AF I, 646ff. bringt die Ein­leitung und Über­set­zung des Textes durch Hans-Peter Müller.

Sehr bedeut­sam für die reli­gion­s­geschichtliche Erforschung der Entwick­lung der Gottesvorstellung(en) Israels sind die Inschriften von Kun­til­let Ajrud, eine Ort­slage an der Straße von Gaza nach Eilat. In den sehr kurzen Tex­ten geht es um das The­ma „Segen“ (Segen durch Gott, men­schlich­er Segen durch Got­theit­en, men­schlich­er Segen und Lobpreis ein­er Got­theit). Vielle­icht han­delt es sich um Schreibübun­gen. Ins­beson­dere wer­den aus diesen Inschriften zwei Aspek­te deut­lich: Es gibt unter­schiedliche regionale Man­i­fes­ta­tio­nen von JHWH (von Teman und von Samaria), und JHWH hat eine Parhe­dros, eine Part­ner­in, näm­lich die Göt­tin Aschera. Dabei ist es umstrit­ten, ob „seine Aschera“ ein Kul­to­b­jekt oder eine weib­liche Got­theit meint. Ins­beson­dere TUAT-NF posi­tion­iert sich hier ein­deutig in Rich­tung „Göt­tin“. Die Inschriften sind sowohl in TUAT-AF II, 561ff. (links), von Diethelm Con­rad bear­beit­et wor­den (1988) als auch in TUAT-NF 6, 314ff. (rechts) von Ange­li­ka Berlejung (2011). Als Beispiel dient die Inschrift auf Pithos B.

In Ketef Hin­nom in Jerusalem wur­den durch Gabriel Barkay 1979 Gräber ent­deckt, die auch zwei zusam­mengerollte Sil­ber­streifen enthiel­ten. Darauf sind Segen­s­texte ein­graviert. Die Sil­ber­röllchen waren Amulette, die schon zu Lebzeit­en getra­gen wur­den. Die Texte auf den Amulet­ten ste­hen dem Bibel­text sehr nahe, ins­beson­dere wur­den Dtn 7,9; Neh 1,5; Dan 9,4 und vor allem Num 6,24–26 iden­ti­fiziert. TUAT hat wiederum sowohl in der Alten Folge (TUAT-AF II, 929ff, Diethelm Con­rad, 1991) als auch 20 Jahre später in der Neuen Folge (TUAT-NF 6, 311ff, Ange­li­ka Berlejung, 2011) die Texte in deutsch­er Über­set­zung pub­liziert (A/​KH 1 und B/​KH 2). Die Neue Folge hat sich dazu entsch­ieden, die bei­den Texte (KH 1 und KH 2) syn­op­tisch darzustellen. Außer­dem wird im Ver­gle­ich erkennbar, dass TUAT-NF eine noch höhere Präzi­sion in der Präsen­ta­tion und Beschrei­bung der Texte ange­wandt hat.

Fazit

Die elek­tro­n­is­che Ver­sion von TUAT-AF und TUAT-NF, wie sie nun in Logos Bible Soft­ware zusam­mengestellt ist, erschließt dieses unge­mein wertvolle Stan­dard­w­erk noch ein­mal völ­lig neu. Es ergeben sich ungeah­nte Recherchemöglichkeit­en durch die maschinelle Suche. Davon wer­den nicht nur die Bibelex­egese und die wis­senschaftliche Erforschung der Hebräis­chen Bibel bzw. des Alten Tes­ta­ments prof­i­tieren. Mit TUAT ste­ht nun­mehr für die Alto­ri­en­tal­is­tik, die Het­hi­tolo­gie, die Ägyp­tolo­gie, die Ugari­tis­tik sowie die ver­gle­ichende Reli­gions- und Kul­tur­wis­senschaft des antiken Vorderen Ori­ents ein dig­i­tales Tool zur Ver­fü­gung, das man sehr schnell nicht mehr mis­sen möchte.

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